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Treffpunkt Dubai: Attraktives Fußball-Quartier

Do 04 Jan, 12:43 Uhr

München (dpa) - Sonne, Strand, Luxushotels - Dubai steht nicht mehr allein bei deutschen Urlaubern hoch im Kurs, sondern auch die Fußball-Bundesliga entdeckt das rasant wachsende Scheichtum als attraktives Winter-Quartier.

In Dauergast Bayern München, der ebenso wie Dubai-Neuling Hamburger SV die Trainingsarbeit in dem Emirat aufnimmt, sowie dem noch folgenden VfB Stuttgart schlagen 2007 schon drei Erstligisten ihr Trainingslager in der rund sieben Flugstunden von Deutschland entfernten Wüsten-Metropole auf.

«Das Hotel ist sehr gut, der Platz ist in einer guten Verfassung, das Wetter ist perfekt. Da macht es Spaß, Fußball zu spielen und zu schwitzen», sagte Bayerns Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge über die Vorzüge eines Trainingslagers am Arabischen Golf. Für den Rekordmeister wird der vierte Dubai-Trip in Serie doppelt wertvoll: Durch die Teilnahme am mit zwei Millionen Dollar dotierten Dubai-Cup verdienen die Münchner während der Liga-Pause auch noch viel Geld. «Wir können Vorbereitung und wirtschaftliche Interessen verbinden. So etwas wünscht sich jeder Bundesliga-Verein», frohlockte Rummenigge.

Jahrelang hatten die Bayern auf ein hochkarätig besetztes Turnier gedrängt, jetzt haben die Scheichs ihre Bitten mit der «Mohammad bin Rashid Al Maktoum International Football Championship» erhört. Neben den Bayern spielen vom 8. bis 10. Januar Benfica Lissabon, auf das der deutsche Meister am 8. Januar im Halbfinale trifft, Lazio Rom und Olympique Marseille um ein «stolzes Preisgeld», so Rummenigge, der feststellte: «Wir sind glücklich, etwas gefunden zu haben, was wir in den letzten Jahren immer gesucht haben.»

Der HSV, der auf seinen Trikots für die Fluglinie «Emirates» wirbt, will in Dubai vor allem sportliche Weichen stellen. Viel Schweiß soll fließen, um den von Vereinschef Bernd Hoffmann als «Super-GAU» bezeichneten Abstieg zu vermeiden. «Es wird ein extrem wichtiges Trainingslager», betonte Hoffmann. Trainer Thomas Doll will bis zum Rückflug am 14. Januar die Mannschaft auf den Überlebenskampf der kommenden Monate einschwören. «Wir gehen das Abenteuer an», sagte Doll. Alle Augen dürften sich in Dubai auf Frank Rost richten. Der Torhüter soll nach Klärung der letzten Modalitäten seines Wechsels vom FC Schalke 04 zum HSV vor Ort zu seinem neuen Team stoßen und als neue Nummer 1 für einen Motivationsschub bei den Hanseaten sorgen.

Zusammen mit dem VfB Stuttgart sowie den Nationalmannschaften der Vereinigten Arabischen Emirate und des Iran nehmen die Hamburger an der «Dubai Football Challenge» (8. bis 10. Januar) teil. Rost könnte dabei schon im ersten Turnierspiel gegen den Iran sein mit Spannung erwartetes Debüt im HSV-Dress feiern. «Es gibt keine Freundschaftsspiele, wir müssen Zeichen setzen», erklärte Doll.

Abseits der Trainingseinheiten und Testspiele stehen für die Manager der Clubs auch Vertrags-Gespräche auf dem Plan. Bei den Bayern ist nach der Verpflichtung von Nationalspieler Jan Schlaudraff von Alemannia Aachen insbesondere die Zukunft von Stürmer Claudio Pizarro zu klären, dessen Kontrakt im Sommer endet. Die Stuttgarter wollen in Dubai, wo sie bis zum 17. Januar bleiben werden, unter anderem die Weiterverpflichtung von Trainer Armin Veh über die Bühne bringen. «Wir haben diese Verlängerung für das Trainingslager eingeplant», hatte Vereinspräsident Erwin Staudt angekündigt.

 

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