EM 2008 - Russland erobert Europa

Eurosport - Do 05.Jun. 14:48:00 2008

Erst der UEFA-Cup-Triumph von Zenit St. Petersburg, nun die EM: Trotz der Sorgen um die Stars will Russlands neue Generation weiter für Furore in Europa sorgen. Vier Jahre nach dem enttäuschenden Vorrunden-Aus in Portugal scheint die verjüngte Mannschaft von Guus Hiddink für den Großanlass gerüstet.

FOOTBALL 2008 EURO EM 2008 Russia Russland Pogrebnjak - 0

"Wir müssen uns nur an unseren eigenen Stil halten. Ich hoffe, dass am Morgen des 11. Juni ganz Spanien die Namen der russischen Spieler kennt, weil wir so großartig gespielt haben", sagte Hiddnik, der die Niederlande und Südkorea ins WM-Halbfinale führte und 2006 mit Australien im Achtelfinale knapp an Weltmeister Italien scheiterte.

Generalprobe ist gelungen

Mit einer starken zweiten Hälfte beim 4:1 über Litauen gelang in Burghausen nicht nur die Generalprobe. Hiddink dürfte auch Ersatz für Pawel Pogrebnjak gefunden haben, falls der Zenit-Torjäger der wegen seiner Meniskusverletzung gegen Spanien ausfallen sollte. Roman Pawljutschenko von Spartak Moskau, der schon beim 2:1 über Serbien das Siegtor erzielt hatte, war nach seiner Einwechslung auch gegen die Litauer erfolgreich. Der Angreifer hatte bereits in der Qualifikation für Aufsehen gesorgt, als er beim 2:1 über England als Joker einen 0:1-Rückstand im Alleingang drehte.

Nach dem abschließenden Test fuhren die Russen in ihr Quartier ins österreichische Leogang, wo die Mannschaft offiziell begrüßt wurde und am Abend das erste öffentliches Training anstand. Das Team rangiert im "Krallerhof", einem Fünf-Sterne-Hotel, das über einen 1720 Quadratmeter großen Wellnessbereich verfügt. Die russische Delegation hat 50 der 118 Zimmer für sich reserviert und kann von Leogang aus auch Salzburg gut erreichen, wo Titelverteidiger Griechenland am 14. Juni zweiter Gegner in der Gruppe D ist. Zum Abschluss der Vorrunde folgt am 18. Juni in Innsbruck die Partie gegen Schweden.

Schrecksekunde für Beresuzki

Entwarnung gab es nach einer Schrecksekunde für Alexej Beresuzki. Dem Abwehrspieler platzte gegen Litauen schon in der Anfangsphase bei einem Zweikampf eine Augenbraue auf. "Zum Glück ist es nichts Ernstes", sagte Zwillingsbruder Wassili. Einem möglichen Einsatz von Alexej Beresuzki gegen Spanien steht nichts im Weg, während Stürmerstar Andrej Arschawin, der gegen Litauen das 2:1 erzielte, für die ersten beiden Partien gesperrt ist.

Die Offensive kann auch mit Pawljutschenko auf Touren kommen. Dagegen wackelte gegen Litauen die Abwehr am Anfang bedenklich. Kapitän Sergej Semak appellierte an die Fans, sich deswegen nicht zu viele Sorgen zu machen. "Wir wurden im Training ganz schön belastet", sagte Semak, mit 31 Jahren der Älteste im Team. "Es war nur ein Freundschaftsspiel. Wir werden gegen andere Gegner in der Defensive anders auftreten."

dpa / Eurosport

Kommentare 1 - 1 of 1

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  1. Russland ist eine neue Generation im Fußball. Dribbelstark, Zweikanmpfstark und sehr heiss auf die Gegner. Also ich denke das Russland nur mit Spanien seine Probleme haben wird. Mit den Formschwachen Griechen und den Schweden werden sie schon klarkommen. Ich denke sie erreichen das Viertelfinale. Würde es ihnen wünschen.

    Von mathias.schweizer, am Do 5.Jun. 15:41
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