Bundesliga - Cottbus mit dem Eichhörnchen-Prinzip

Eurosport - Di 06.Mai. 22:41:00 2008

Energie Cottbus erarbeitete sich am 32. Spieltag der Bundesliga einen wichtigen Punkt im Kampf um den Klassenerhalt. "Joker" Stiven Rivic brachte die Lausitzer gegen den Karlsruher SC in Führung (60.), aber Stefan Buck konterte nur fünf Minuten später zum 1:1 (0:0)-Endstand.

FOOTBALL 2007-2008 Bundesliga Karlsruhe Karlsruhe-Cottbus - 0

Energie-Manager Steffen Heidrich war letztlich über den Punktgewinn nicht unglücklich: "Wir haben 1:1 gespielt und darauf können wir aufbauen", sagte er. Vor der Partie hatte Heidrich angekündigt, eines der letzten drei Spiele gewinnen zu wollen. Doch auch ein Zähler kann im Kampf um den Nichtabstieg Gold wert sein.

"Für uns ist jeder Punkt extrem wichtig. Deswegen können wir zufrieden sein. Gegen den HSV werden wir mit unseren eigenen Fans im Rücken am Wochenende ein Feuerwerk abbrennen", fügte Timo Rost hinzu.

1. Halbzeit

Cottbus brauchte dringend einen Sieg, um den Klassenerhalt endgültig feiern zu können. Dementsprechend legten die Lausitzer im Wildparkstadion los und wollten die zuletzt schwächelnden Karlsruher überrollen.

Doch die Anfangsoffensive verpuffte kontinuierlich irgendwo zwischen Mittellinie und Strafraumgrenze, während der KSC zunehmend Oberhand gewinnen konnte. In der 20. Minute schickte Tamas Hajnal einen frechen Freistoß aus 30 Metern in Richtung Energie-Kasten, der hauchdünn rechts daneben ging.

Fortan dominierten die Gastgeber die intensiv geführte Partie. Immer wieder war es Hajnal, der den "beinahe tödlichen Pass" trainierte. Der Ungar steckte wiederholt durch die Mitte zu Aleksandr Iashvili oder Edmond Kapllani durch, aber es fehlte immer die letzte Präzision.

2. Halbzeit

Nach der Pause fingen die Gäste genauso an, wie sie in der ersten Hälfte begonnen hatten. Couragiert rackerten sich die Lausitzer ein ums andere Mal in Richtung KSC-Kasten, ehe es in der 60. Minute dann verdientermaßen "klingelte".

Der eingewechselte Dennis Sörensen spielte Buck und Mario Eggimann auf engstem Raum schwindelig und sah den heranstürmenden Dimitar Rangelow. Der Bulgare leitete zum eingewechselten Rivic weiter, der seinen ersten Bundesliga-Treffer erzielte und Cottbus vom Ligaerhalt träumen ließ.

Doch Karlsruhe ist bekannt dafür, vor allem in der zweiten Hälfte Tore zu schießen. So setzte keine fünf Minuten nach der Energie-Führung Hajnal per Freistoß Buck in Szene, der ebenfalls zum ersten Mal in der Bundesliga traf. Den Freistoß hatte der Unparteiische, Günter Perl, zuvor nach einem vermeintlichen Foul von Daniel Ziebig zu Unrecht für den KSC entschieden.

Die verbleibenden 25 Minuten entwickelte sich ein zerfahrenes Spiel mit unschönen Szenen. Die Konsequenz: Beim wichtigen Heimspiel der Energie gegen den Hamburger SV fehlen sowohl Mario Cvitanovic als auch Ziebig und Angelov, allesamt Gelb-gesperrt.

Spieler des Spiels

Tamas Hajnal initiierte zahlreiche gefährliche Standards der Hausherren. Das kreative Gehirn der Badener leitete zudem den 1:1-Ausgleich ein.

Richard Rother / Eurosport