Eurosport - Mi 16.Apr. 22:32:00 2008
Borussia Dortmund musste vor heimischem Publikum eine 1:3 (0:2)-Pleite gegen Hannover 96 einstecken. Arnold Bruggink (37. Minute) und Frank Fahrenhorst (41.) brachten die Gäste in Front, Alexander Frei (65.) markierte den Anschlusstreffer für den BVB. Szabolcs Huszti (79.) setzte den Schlusspunkt.
Mit der schlechtesten Abwehr der Liga gehen die Schwarz-Gelben nun in das Pokalfinale gegen den FC Bayern München. "Man hat gesehen, dass wir das München-Spiel noch nicht verarbeitet haben. Die große Verunsicherung war zu spüren. Die konnten wir nicht ablegen", sagte Trainer Thomas Doll. "Wir liegen am Boden. Wichtig ist, dass wir in den nächsten drei Tagen wieder in den Zustand kommen, ein solches Finale zu spielen."
1. Halbzeit:
61.400 Zuschauer im Signal Iduna Park sahen in den ersten 45 Minuten starke Hannoveraner. Nach zwölf Minuten hatte Szabolcs Huszti die erste gute Möglichkeit, nachdem Altin Lala eine Flanke auf den zweiten Pfosten brachte, doch der Ungar scheiterte aus spitzem Winkel am überraschend im BVB-Tor stehenden Marcel Höttecke.
Die Hausherren fanden während der gesamten ersten Hälfte überhaupt nicht ins Spiel und hatten keine gute Einschussmöglichkeit.
Ganz im Gegenteil. Nach 27 Minuten jubelten die Gäste mit ihren mitgereisten Fans. Arnold Bruggink schlug einen Freistoß von der linken Seite in den Strafraum. Mike Hanke stieg hoch, berührte das Leder aber nicht mehr, irritierte BVB-Keeper Höttecke aber so stark, dass dieser den Rückstand nicht mehr verhindern konnte.
Nur vier Minuten später klingelte es zum zweiten Mal im Tor der Dortmunder. Nach einer Ecke verlängerte Bruggink das Leder auf den kurz zuvor eingewechselten Fahrenhorst, der aus kurzer Distanz den Ball über Höttecke hinweg zum 2:0 köpfte.
2. Halbzeit:
Der BVB kam aggressiver aus der Kabine und hatte nach fünf Minuten in Durchgang zwei die große Chance auf den Anschlusstreffer. Mladen Petric setzte sich im Strafraum stark gegen Ismael durch, doch der Pass zum mitgeeilten Federico kam zu ungenau.
Hannover hatte danach durch Fahrenhorst (55.) und Hanno Balitsch (56.) innerhalb von zwei Minuten die Möglichkeit, das Spiel vorzuentscheiden, doch BVB-Keeper Höttecke verhinderte einen höheren Rückstand.
In der 65. Minute keimte bei den Hausherren etwas Hoffnung auf, als der kurz zuvor eingewechselte Alexander Frei mit seinem ersten Ballkontakt, nach schöner Vorarbeit von Petric, aus fünf Metern zum 1:2 einschob.
In der verbleibenden Spielzeit hatte Dortmund aber nichts mehr zuzusetzen und musste elf Minuten vor dem Schlusspfiff nach einem schönen Hannoveraner Konter über Stajner durch Huszti den dritten Gegentreffer hinnehmen.
Spieler des Spiels: Szabolcs Huszti
Der quirlige Ungar versetzte dem BVB kurz vor Spielende den K.o. und war zuvor ein ständiger Unruheherd in der schwachen Dortmunder Abwehr.
Christian Bolzer / Eurosport