Eurosport - Fr 16.Mai. 19:02:00 2008
Kurz vor dem dritten FIA-WTCC-Rennwochenende im spanischen Valencia fühlt eurosport.yahoo.de dem deutschen BMW-Piloten Jörg Müller so richtig auf den Zahn. Im "Kreuzverhör" an der Rennstrecke gibt der sympathische Rheinländer gekonnte Antworten auf zum Teil knifflige Fragen.
FIA WTCC oder DTM?
Jörg Müller: Wenn man die Rennen betrachtet, bevorzuge ich die FIA WTCC. Hier geht es immer äußerst spannend und knapp zur Sache. Die DTM setzt eher auf Performance und Power. Beim Deutschen Tourenwagen-Masters sind die Autos etwas schneller. Aber insgesamt gesehen, ist die FIA WTCC mit ihrer weltweiten Präsenz gegenüber der DTM auf dem Vormarsch.
BMW oder SEAT?
Müller: Ganz klar BMW. Ich bin mit Leib und Seele ein echtes "Hecktriebler-Baby", weil ich mit diesen Autos aufgewachsen bin. Wenn ich einmal ins Grab steigen muss, dann mit einem BMW-Heckmotor.
Benziner oder Diesel?
Müller: Hier entscheide ich mich eindeutig für den Benziner. Ein Dieselmotor hört sich auf der Rennstrecke einfach nach nichts an. Zudem habe ich bei den Einführungsrunden hinter einem Diesel immer die Nase voll, weil die wie verrückt stinken und rußen. Ein Partikelfilter wäre hier gar nicht so schlecht.
WM-Einzeltitel oder -Teamwertung?
Müller: Keine Frage, bei mir steht ein eigener WM-Sieg ganz oben auf der Liste. Wenn ich nicht diese Einstellung hätte, wäre ich in der FIA WTCC am falschen Platz. Springt am Ende noch ein Erfolg in der Konstrukteurswertung für unser BMW-Team heraus, wäre es umso schöner.
Schumacher oder Senna?
Müller: Für mich ist Schumacher der beste Formel-1-Pilot aller Zeiten. Zum einen, weil ich ihn noch aus meiner eigenen Zeit in der Formel Ford und der Formel 3 kenne und zum anderen, weil ich seine Rennen immer im Fernsehen angeschaut habe. Nicht so bei Senna, dessen Rennen ich leider nicht verfolgen konnte. Insgesamt muss ich sagen, dass Schumi neben seinen großartigen Erfolgen auch immer ein dufter Typ geblieben ist.
Hausmannskost oder Nobelessen?
Müller: Ich muss sagen, dass beides für mich in Frage kommt. Am liebsten esse ich natürlich hausgemachte Königsberger Klopse von meiner Mutter, die einfach unglaublich gut sind. Zum anderen sage ich aber auch bei einem großen Filetsteak nicht unbedingt nein. Ganz im Gegenteil, auch das ist etwas Feines.
Nordsee oder Mittelmeer?
Müller: Ich wohne in Monaco und deshalb steht das Mittelmeer bei mir an Nummer eins. Obwohl ich nur 200 Kilometer entfernt von der Nordsee aufgewachsen bin und die Strände dort wunderschön sind, ist mir das Wasser einfach zu kalt zum Baden. Ich gehe lieber in Monaco einfach über die Straße und springe in die warmen Fluten.
Bayern oder Bremen?
Müller: Weder noch, denn ich bin als Rheinländer natürlich Fan von Allemania Aachen und Borussia Mönchengladbach. Diese beiden Vereine liegen mir eher am Herzen als Bayern oder Bremen. Obwohl ich nicht alle Spiele verfolge, kann man aber sagen, dass ich sehr am Fußball interessiert bin.
Mineralwasser oder Weißbier?
Müller: Mineralwasser ist ziemlich langweilig, es sein denn, es ist ein frisches Stück Zitrone drin. Dann trinke ich auch Wasser gerne. Am liebsten ist mir aber eine schöne kalte Apfelschorle, die mich vor allem an den Rennwochenenden immer wieder erfrischt. Da meine Freundin aus Landshut stammt, gehen wir aber auch ab und zu in den Biergarten, wo ich mir das eine oder andere Weißbier genehmige.
Das Interview führte Dirk Adam
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