Stuttgart (dpa) - Arminia Bielefeld spielt auch in der kommenden Saison in der Fußball-Bundesliga, der VfB Stuttgart hat sich für den UI-Cup qualifiziert. Bielefeld kam zu einem 2:2 (0:1) beim VfB Stuttgart und behauptete dank der Nürnberger Heimniederlage den 15. Tabellenplatz.
Der entthronte deutsche Meister aus Stuttgart zitterte sich trotz einer über weite Strecken enttäuschenden Leistung noch in den UI-Cup. Für Bielefeld trafen vor 55 500 Zuschauern im Gottlieb-Daimler-Stadion Robert Tesche (10.) und Christian Eigler (87.), VfB-Stürmer Mario Gomez (75.) und Manuel Fischer (85.) retteten den Schwaben einen Punkt und wahrten damit die Hoffnung auf die UEFA-Cup-Teilnahme in der kommenden Saison.
«Wir sind alle überglücklich, dass wir es nach einer sehr komplizierten Rückrunde geschafft haben. Ein Riesenkompliment an die Mannschaft», sagte Arminen-Trainer Michael Frontzeck, dessen Weiterbeschäftigung die Vereinsführung vor dem Anpfiff auch für den Abstiegsfall bekanntgegeben hatte. «Wir haben in den entscheidenden Momenten die Nerven behalten und ich denke, dass wir es verdient haben, auch in der kommenden Saison in der Bundesliga zu spielen.» Auch sein Stuttgarter Kollege war erleichtert. «Wir hatten eine schwierige Saison und können mit dem sechsten Platz zufrieden sein», sagte Armin Veh. «Ich Hoffe, dass wir es noch in den UEFA-Cup schaffen.»
Von Beginn an entwickelte sich nicht der erwartete Sturmlauf des Favoriten, der mit einem Sieg unbedingt seine Chance auf einen UEFA- Pokal-Platz wahren wollte. Die Gastgeber mit der bis dahin drittstärksten Heimbilanz aller Bundesliga-Teams vermochten gegen die als schwächstes Auswärtsteam angereiste Arminia kaum Druck zu entwickeln. Bielefeld stand kompakt und kontrollierte die wenigen Ideen des VfB-Mittelfelds, in dem auf der linken Seite Antonio da Silva für EM-Fahrer Thomas Hitzlsperger beginnen durfte.
Für die Gäste lief es hingegen nach Plan: Ein ruhender Ball, ein Tor. Markus Bollmann köpfte den von Thorben Marx in den Strafraum gelupften Freistoß noch an den Pfosten, doch Tesche war zur Stelle und brachte Bielefeld überraschend in Front.
Angesichts des Rückstands intensivierte Stuttgart zwar seine Offensiv-Bemühungen, vieles blieb aber Stückwerk. Der VfB drängte die mit Biss um ihren Klassenverbleib kämpfenden Ostwestfalen zunehmend zurück, aber auffällig viele Fehlpässe verhinderten klare Torgelegenheiten. Die dürftige Torgefahr der Stuttgarter ging von Mario Gomez aus. Doch ein Kopfball des Nationalstürmers wurde kurz vor der Torlinie geklärt (21.) und auch zwei Schussversuche (30., 32.) brachten keine Gefahr.
Kurz nach dem Seitenwechsel wurden die Platzherren bezeichnenderweise sogar vom eigenen Publikum mit Pfiffen bedacht. Stuttgart hatte weiterhin mehr Spielanteile, Bielefeld rackerte, Torszenen blieben vorerst Mangelware. Wie auf der Gegenseite kam es dann nach einem einem ruhenden Ball zum Torerfolg: Arminen-Keeper Fernandez brachte im Strafraum den eingewechselten Manuel Fischer zu Fall, Nationalstürmer Gomez verwandelte sicher. Fünf Minuten vor dem Ende sorgte Fischer dann sogar für die VfB-Führung. Eigler glich aber fast postwendend aus.


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