Eurosport - Sa 17.Mai. 10:11:00 2008
Ohne die Williams-Schwestern finden die Halbfinals beim WTA-Turnier in Rom statt: Während sich Venus der Serbin Jelena Jankovic 7:5, 2:6, 3:6 geschlagen geben musste, konnte Serena mit Rückenproblemen gar nicht erst antreten. Damit zog Alize Cornet (Frankreich) kampflos ins Semifinale ein.
Dort trifft die 18-jährige Qualifikantin nun auf die Russin Anna Tschakwetadse, die in ihrem Viertelfinale gegen Zwetlana Pironkowa (Bulgarien) mit 6:2, 3:6, 6:1 die Oberhand behielt.
Ein packendes Duell um den letzten Platz lieferten sich bis kurz vor Mitternacht Patty Schnyder und Maria Scharapowa: Am Ende setzte sich die favorisierte Russin 6:7, 7:5, 6:2 durch und spielt nun gegen Titelverteidigerin Jankovic um den Finaleinzug.
Dreisatzsiege und "Walkover"
Venus Williams konnte das Duell mit der Vorjahressiegerin nur im ersten Satz offen gestalten, dann drehte Jankovic auf und profitierte zudem von der gerade im dritten Durchgang viel zu hohen Fehlerquote der US-Amerikanerin. "Ich habe mir viele Gelegenheiten erarbeitet, nur um sie dann selbst zu vergeben", analysierte Williams im Anschluss.
Schnyder gelang gegen Scharapowa ein Blitzstart, schnell führte die Schweizerin 5:2 im ersten Satz, bevor es noch einmal knapp wurde. Doch die Eidgenossin setzte sich im Tiebreak durch und bestimmte auch den Auftakt des zweiten Durchgangs. Doch wieder zeigte die Russin ihre Klasse: Mit einem Break gelang ihr am Ende doch noch der Satz-Ausgleich und im dritten Satz dominierte sie schließlich mit druckvollen Angriffsbällen die Begegnung.
Während Cornet einen Ruhetag vor ihrem ersten Halbfinale auf der ganz großen Bühne einlegen konnte, hatte ihre Gegnerin einige Mühe, den Sprung in die vorletzte Runde zu schaffen: Tschakwetadse musste gegen Pironkowa zwischenzeitlich zittern, nachdem eine Behandlungspause der Bulgarin sie im zweiten Satz arg aus dem Konzept brachte. Doch der ungesetzten Nummer 64 der Weltrangliste gelang schließlich nicht ein erneuter Coup nach ihrem Sieg über Ana Ivanovic (Serbien) zuvor.
"Ich freue mich - aber es ist nicht die gleiche Zufriedenheit wie nach einem echten Sieg", sagte Cornet angesichts des kampflosen "walkover", "das nächste Match wird sehr schwer werden, denn immerhin war Tschakwetadse zwei Jahre lang unter den Top Ten und ist eine komplette Spielerin."
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