Eurosport - So 18.Mai. 15:39:00 2008
Chevrolet-Pilot Robert Huff hat überraschend das 1. Rennen der FIA WTCC in Valencia gewonnen. Der Brite verwies die beiden SEAT-Fahrer Gabriele Tarquini aus Italien und Jordi Gene aus Spanien auf die Plätze. Der Deutsche Jörg Müller im BMW landete hinter Yvan Muller auf Rang fünf.
Beim spannenden Start verlor Muller, der am Tag zuvor noch das Qualifying für sich entschieden hatte, drei Plätze und fand sich schon nach der ersten Runde auf Rang vier wieder. Lokalmatador Gene dagegen sicherte sich unter dem Jubel der einheimischen Motorsportfans die Führungsposition vor Tarquini und Huff.
In der vierten Runde kam es zum entscheidenden Manöver im Kampf um den Sieg. Gene konnte dem Druck der Verfolger nichts mehr entgegensetzen und musste sie an sich vorbeiziehen lassen. Nur wenige Kilometer später überholte Huff seinen Konkurrenten Tarquini und ließ sich die Führung bis zur Zielflagge nicht mehr nehmen.
Im Kampf um die Punkteränge stießen zur Hälfte des 1. Rennens BMW-Pilot Augusto Farfus und WM-Spitzenreiter Rickard Rydell im SEAT zusammen. Letzterer konnte sich am Ende zwar noch auf Platz zehn retten, verlor aber die Gesamtführung an seinen Teamkollegen Tarquini. Farfus musste sein Fahrzeug dagegen abstellen.
Müller geht an Larini vorbei
Einen packenden Zweikampf um Platz fünf lieferte sich der Rheinländer Müller mit Chevrolet-Pilot Nicola Larini aus Italien. In der vorletzten Runde überholte der deutsche Hoffnungsträger seinen Kontrahenten und sicherte sich noch vier WM-Punkte. Ins 2. Rennen am Nachmittag startet Müller somit von Platz vier. Auf der Pole Position steht Larinis Teamkollege Alain Menu, nachdem er sich vom Ende des Feldes bis auf Platz acht vorgekämpft hatte.
Unter den Privatfahrern belegte der Italiener Stefano D"Aste den ersten Platz. Dafür reichte dem BMW-Piloten Rang 15 im Gesamtklassement des 1. Rennens. In der vierten Runde überholte er den Niederländer Olivier Tielemans, der ebenfalls um die Independents-Trophy der Privatpiloten fährt. Franz Engstler kam nicht ins Ziel, weil er nach einem gescheiterten Überholmanöver an Tielemans in der vierten Runde sein Fahrzeug abstellen musste.
Tobias Wiltschek / Eurosport