EM 2008 - Null Punkte für die Griechen

Eurosport - Do 19.Jun. 10:40:00 2008

Otto Rehhagels entthronte Champions gehen als schwächstes Team in die Geschichte der EM in Österreich und der Schweiz ein. Zum Vorrunden-Abschluss mussten sich die Hellenen in Salzburg dem schon als Viertelfinalisten feststehenden Team aus Spanien 1:2 (1:0) geschlagen geben.

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Griechenland enttäuschte auch beim dritten Auftritt und muss ohne einen einzigen Punkt nach Hause fahren. Die Hellenen sind damit der erste Europameister überhaupt, dem dies bei der Titelverteidigung widerfahren ist. Spanien hingegen behielt auch mit der B-Elf eine weiße Weste und geht nach drei Siegen aus drei Spielen mit breiter Brust ins Viertelfinale gegen Italien.

"Die zweite Halbzeit hat gezeigt, dass die Mannschaft in guter Verfassung ist. Wir wissen natürlich, dass Italien uns einiges abverlangen wird. Es gab vor dem Tor bei uns einige Konfusion, das sollte uns nicht passieren", beurteilte Spaniens Coach Luis Aragones die Leistung seiner Reservisten.

"Ich habe von meiner Mannschaft gefordert, dass sie sich ordentlich von dieser EM verabschiedet. Das hat sie getan. In den entscheidenden Situationen haben wir heute nicht das nötige Glück gehabt. Meine Spieler haben gut und engagiert gespielt, aber die leichtfüßigen Spanier waren im entscheidenden Moment cleverer", kommentierte Rehhagel, der trotz des Desasters im Amt bleibt, den Auftritt seiner Mannschaft.

1. Halbzeit

Vor 30.000 Zuschauern in Salzburg starteten die Griechen bei bestem Fußball-Wetter ohne die verletzten Theofanis Gekas, Giourkas Seitaridis, Vassilios Torosidis und Christos Patsatzoglou, aber mit Regisseur Georgios Karagounis. Aragones stellte mit Ausnahme von Andrés Iniesta eine komplett neue Startelf auf. Die Partie kam nur langsam ins Rollen. Spanien wollte nicht, die Griechen konnten nicht für wirkliche Torgefahr sorgen.

Xabi Alonso hätte Antonios Nikopolidis in dessen letzen Länderspiel nach 24 Minuten beinahe mit einem Heber aus der eigenen Hälfte erwischt und kam in der 37. Minute erneut gefährlich zum Schuss. Doch den Iberern fehlte insgesamt die Präzision und die letzte Konsequenz, um aus der technischen Überlegenheit Kapital zu schlagen. Die Griechen waren nur bei den zahlreichen Freistoß-Situationen gefährlich. In der 42. Minute kam Angelos Charisteas nach einer Flanke von Giogios Karagounis aus zwölf Metern völlig frei zum Kopfball und stellte den Spielverlauf mit dem 1:0 für die Rehhagel-Elf auf den Kopf.

2. Halbzeit

Xabi Alonso eröffnete in der 53. Minute mit einem Riesenhammer aus 30 Metern, der am chancenlosen Nikopolidis vorbei an den linken Pfosten klatschte, die Aufholjagd der Spanier. Das Team von Trainer Aragones war nun drückend überlegen und erspielte sich gegen die hilflosen Griechen die Chancen praktisch im Minutentakt. Nach 61 Minuten legte Daniel Gonzalez Güiza mit dem Kopf zu Ruben de la Red zurück, der aus 14 Metern wuchtig zum Ausgleich einschoss. Charisteas vergab kurz darauf die beste Chance für Griechenland in der zweiten Halbzeit, als der Stürmer des 1. FC Nürnberg von links kommend Reina ausspielte, dann aber nur das Außennetz traf.

Danach war beim Europameister die Luft raus und Spanien drückte auf den Siegstreffer. Cesc Fabregas und Güiza vergaben in der 81. Minute eine zwei gegen eins Situation kläglich, doch Güiza sicherte den Iberern sechs Minuten später den verdienten Sieg. Nach einer Flanke von rechts von Sergio Garcia löste sich der Real-Mallorca-Stürmer aus der griechischen Abwehrkette und traf aus fünf Metern Entfernung per Kopf.

Spieler der Partie: Daniel Gonzalez Güiza

Der 27-Jährige brauchte bei seinem ersten Auftritt an der diesjährigen EM noch etwas Anlaufzeit, war aber in der zweiten Halbzeit ein ständiger Gefahrenherd. Dank viel Laufarbeit und gutem Stellungsspiel bereitete er das erste Tor vor, erzielte das Zweite selbst und sicherte Spanien damit den dritten Sieg an diesem Turnier.

Mattias Wieland / Eurosport

Kommentare 1 - 11 of 11

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    Von Rosa S, am Do 19.Jun. 19:10
  2. Zu 5 - stimmt Griechenland wurde einmal EM und jetzt sind Sie mit 0 Punkten
    weg. Als Griechend die EM gewonnen hatte, wurde mir Bange um die Fussballwelt!

    Stellt Euch vor,die EM würde in Zukunft durch Mannschaften entschieden werden,
    die mittelmäßige technische Fertigkeiten besitzen und ansonsten hinten blockieren
    bis der Zufall vorne trifft. Es wird hoffentlich nie wieder vorkommen!

    Von eventreisen, am Do 19.Jun. 10:01
  3. ola Emilio! Die Spanier haben super gespielt in allen drei spielen bis jetzt. Ihr habt uns besiegt dann werdet auch Europameister. Auf ,auf! Das was Euch vor 4 Jahren nicht gelungen ist, sollt ihr dieses Jahr uns NACHMACHEN! hahahahahhaah
    ESPANA ! ESPANA! ESPANA!

    Von Paul, am Do 19.Jun. 9:02
  4. Kroatien hatte 5 Punkte Vorsprung auf den 2 Platzierten Russsland in der Quali.

    Von MB, am Do 19.Jun. 8:56
  5. egal, auf gehts zur wm 2010

    Von Paul, am Do 19.Jun. 8:19
  6. also...Arroganz und Selbstgefälligkeit sollte man eher den Azurri vorwerfen ...
    Sonst bin ich klar der Meinung, dass die Holländer den sogenannten REST vom Platz fegen ...

    Von saschu02, am Do 19.Jun. 7:59
  7. Schreibt niemand was über die Spanier, die mit der 2.Mannschaft gespielt haben ?

    Von Emilio A, am Do 19.Jun. 0:57
  8. Ich finde die Kommentare über die Griechen richtig super. So eine super schwache Mannschaft wird 2004 Europameister indem sie alle Topfavoriten aus dem Turnier fegt. Wenn die Griechen so lasch waren, wie lasch waren dann die anderen Mannschaften die sich ganz hinten anstellen musten? Portugal hat die Eier gleich zwei mal poliert bekommen. Bei der Begegunung mit Frankreich gab es Froschschenkel mit Zaziki. Die schwachen Griechen, ohne einen einzigen Topspieler, hatten vor vier Jahren mehr Ausdauer als all ihre Gegner. Und wo stehen die Griechen heute am 19.06.2008? Sie stehen nur an Nr. 8 der Weltrangliste. Sie habe als allerbeste Manschaft die Qualifikation gemeistert. Ja, mit 7 Punkten Abstand zum Zweitplatzierten. Alle anderen Gruppenerste hatten maximal lasche drei Punkte zum Zweitplatzierten. Das hat keine andere Mannschaft hinbekommen! Den Griechen fehlte vielleicht nur noch das Losglück der deutschen Mannschaft. Dann noch der übliche Dusel den die D-Mannschaft hat. Und schon sieht alles ganz anders aus. Egal, es ist wie es ist. Richtig prima hat doch bis jetzt nur die Niederlande gespielt. Super gut und alles ohne Glück und Zittern! Einfach nur perfekt. Die deutsche Mannschaft spielt absolut blamabel. Millionenschwere und total überbewertete Profis die auf dieser EM2008 nicht einmal Kreisliganiveau haben. Wirklich traurig. Wenn man sich bei dieser EM2008 eine Mannschaft aussuchen kann, dann sicherlich nur die Holländische, oder die Pordugisische, nicht wahr? Alles andere, wie z.B. die Spanier, strotzt doch nur vor Aroganz und Selbstgefälligkeit. Rehagel wusste, es ist für die Griechen nur mit viel Glück zu schaffen. Die Griechen haben keinen einzigen Superstar in der Mannschaft. Und daran gemessen sind sie immer noch die Nr. 1 in Europa und 8. in der Welt.

    Von emailcircus2, am Do 19.Jun. 0:27
  9. Charisteas kommt von Absteiger Nürnberg, dass zeigt die internationale Qualität der Spieler.

    In Portugal ist es einem Dutzend Mannschaften mit ihren ach so tollen und erfahrenen Trainern nicht gelungen die Griechen zu schlagen. Bis zum Finale erklärten alle Spezialisten ( und Journalisten) das die Griechen UNMÖGLICH gewinnen können. Sie hatten damals unrecht, so wie Alle Kritiker heute. Bei dieser EM haben sie genauso zu Recht keine Spiel gewonnen wie in Portugal fast alle.

    Und Rehagels Triumph wird trotz des blamablen Abschneides 2008 bleiben

    Von awsenheitel, am Mi 18.Jun. 23:46
  10. es war 2004 falls jamand fragt ;)

    Von saniru75, am Mi 18.Jun. 23:43
  11. Es war schon ein Wunder das die Griechen 2006 EM Meister wurden.

    Von spasic.dejan, am Mi 18.Jun. 23:29
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