Berlin (dpa) - Torjäger Marko Pantelic will bei Fußball- Bundesligist Hertha BSC erneut um eine Freistellung für Olympia bitten, kann nach einem Bericht der «Berliner Morgenpost» aber nicht auf Zustimmung hoffen.
Manager Dieter Hoeneß habe ihm bereits mitgeteilt, dass die Berliner ihn nicht für die Spiele der serbischen Nationalmannschaft in Peking abstellen würden. «Ich habe ihm gesagt, dass sich an dieser Entscheidung auch in ein paar Tagen nichts ändern wird», sagte Hoeneß dem Blatt.
Pantelic erklärte, die Entscheidung müsse gemeinsam getroffen werden. Es sei vielleicht seine letzte Chance, sich seinen Riesentraum zu erfüllen, fügte der 29-Jährige hinzu, der als einer von drei Spielern über 23 Jahren für Serbien spielen soll. Deswegen besteht laut nach den Regeln des Welt-Fußball-Verbandes FIFA in seinem Fall keine Abstellungspflicht für Hertha BSC. Zudem äußerte Pantelic auch Verständnis für die Position seines Clubs, der seinen 21-jährigen Landsmann Gojko Kacar zum Verzicht auf Olympia bewegt hatte. Dagegen darf Stürmer Solomon Okoronkwo, der nicht zur Hertha- Stammformation gehört, für Nigeria spielen.
Hoeneß äußerte sich verärgert über IOC-Präsident Jacques Rogge und warf dem Chef des Internationalen Olympischen Komitees vor, weit über seine Kompetenzen hinaus zu gehen. Rogge hatte den Clubs damit gedroht, die nicht abgestellten Spieler für die Dauer des Olympia- Turniers zu sperren.


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