Eurosport - So 20.Jul. 12:49:00 2008
Die deutschen Basketballer haben im Kampf um das Olympia-Ticket die erste Chance vergeben. Gegen Kroatien verlor das Team von Trainer Dirk Bauermann im Halbfinale in Athen mit 70:76 (31:36). In der Olympia-Qualifikation hat das Team um NBA-Profi Dirk Nowitzki am Sonntag noch eine Chance.
Trotz einer starken Vorstellung von Dirk Nowitzki reichte es in der Olympia-Qualifikation gegen Kroatien nicht zum Sieg. Das 70:76 (31:36) war die erste Niederlage der deutschen Korbjäger nach zuletzt fünf Siegen in Folge gegen die Südosteuropäer. Im Spiel um das letzte der drei Olympia- Tickets muss Deutschland nun gegen Puerto Rico gewinnen, um sich den Olympia-Traum noch zu erfüllen. "Das ist bitter. Wir haben ein große Chance wegrutschen lassen", sagte Nowitzki. "Da müssen wir durch." Puerto Rico verlor gegen Gastgeber Griechenland mit 63:88 (48:35).
"Haben alles gegeben"
Bundestrainer Dirk Bauermann wollte seinen Spielern keinen Vorwurf machen. "Die Jungs haben alles gegeben, wir waren ganz nahe dran. Schade, dass es nicht geklappt hat", sagte er. Nun sei es wichtig, die Spieler für das entscheidende Spiel an diesem Sonntag wieder mental fit zu bekommen. Er sei überzeugt, dass dies auch gelingen werde. Konrad Wysocki sagte: "Es ist zwar jetzt schlechte Laune in der Mannschaft, aber die Chance besteht ja morgen noch. Wir werden alles geben."
Mit 30 Punkten war der mit einer verletzten Zunge spielende Nowitzki der korbgefährlichste Basketballer in der Olympia-Halle. Zweistellig punktete im deutschen Team lediglich noch Nowitzkis NBA- Kollege Chris Kaman (12). Bei den Kroaten war Marko Tomas (21) der Topscorer.
Kroaten begannen stark
Fünf magere Punkte in sechseinhalb Minuten gelangen zum Aufakt, doch zum Glück stand die deutsche Verteidigung gut. Dann tankte Kaman sich durch, kassierte wenig später aber wegen Meckerns ein Technisches Foul. Angetrieben vom eingewechselten Roller kam Deutschland heran. Beim 14:16 schien das Spiel wieder nach Plan zu laufen. Doch dann gelang den Kroaten ein 8:0-Lauf zum 24:14. Das starke Auftaktviertel schlossen die Südosteuropäer mit einem Wahnsinns-Dreier Sekundenbruchteile vor der Sirene ab und lagen verdient in Führung.
Vor allem Nowitzki musste viel einstecken. Der 2,04 große Bandic versuchte sich zunächst gegen den Superstar aus Dallas, kassierte schon im ersten Viertel drei Fouls. "Unsere Großen spielen besser, die Großen der Kroaten kloppen besser", hatte Bauermann vor dem Spiel vermutet. Bestens eingestellt auf die harte Gangart des Gegners war vor allem Nowitzi.
Nowitzki erneut stärkster Akteur
Dem Würzburger war es zu verdanken, dass sein Team im Spiel blieb. Die ersten zehn Punkte in den zweiten zehn Minuten gingen auf das Konto des großen Blonden. Einmal mehr gefoult, verwandelte er die fälligen drei Freiwürfe, danach versenkte er seinen ersten Drei-Punkte-Wurf. Am Ende der ersten Halbzeit hatte der 30-Jährige schon 19 Punkte bei einer 80-prozentigen Wurfausbeute aus dem Feld gesammelt und acht Rebounds gepflückt.
Nach der Pause war es vor allem Kaman, der gegen den foulbelasteten Bandic immer wieder unter dem Korb zum Zug kam. Zwölf Minuten vor der Schlusssirene sorgte Pascal Roller beim 44:42 erstmals für die deutsche Führung. In einem auf Messers Schneide stehenden Spiel "klaute" Haman dann Planinic den Ball und sorgte mit einem Korbleger in der allerletzten Sekunde des dritten Viertels für die 48:47-Führung. Kroatiens Prkacin war darüber so wütend, dass er mit einem Technischen Foul bestraft wurde.
Packender Endspurt wird nicht belohnt
Als es weiterging verwandelte Nowitzki einen der beiden Freiwürfe, Deutschland lag mit zwei Punkten in Führung. Doch die Kroaten hatten jederzeit eine Antwort parat, schafften durch neun Punkte in Folge einen Vorsprung von 55:49 und lagen nach einem Dreier von Davor Kus 3:32 Mintuen vor dem Ende sogar mit 63:53 in Führung. Auch eine letzte Auszeit beim 62:69 brachte nicht mehr die erhoffte Wende. Garrett und Nowitzki brachten Deutschland zwar noch einmal auf 67:69 heran, doch es reichte nicht. Nun muss Deutschland am Sonntag den zweiten Matchball verwandeln.
Erst am Sonntagabend ist klar, gegen wen die erfolgreichen Qualifikanten in Peking spielen müssen. Ein Athen-Qualifikant wird in die Gruppe von Olympiasieger Argentinien, Australien, Iran, Litauen und Europameister Russland gelost. Die zwei andern Gewinner des Olympia-Tickets müssen gegen Angola, Gastgeber China, Weltmeister Spanien und Topfavorit USA ran.
Kommentare 1 - 2 of 2
Nix mehr mit zittern - Wir sind in Peking...jeeeehaaaa
lucyjerry halt die Klappe...dich will doch eh keiner...
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