Eurosport - So 22.Jun. 23:11:00 2008
Das erste Turnier der neuen World Series of Snooker hat Initiator und Mit-Veranstalter John Higgins gleich selber gewonnen. Im Finale auf Jersey schlug er Mark Selby mit 6:3. Eine fulminante Steigerung zum Ende der Partie verhalt dem "Wizard of Wishaw" zum Sieg.
Lokalmatador Gary Britton und Shaun Murphy hatten im Halbfinale jeweils mit 2:5 gegen Mark Selby beziehungsweise John Higgins den Kürzeren gezogen. Allerdings war da das Ergebnis jeweils ein bisschen zu hoch ausgefallen.
Im Finale hatte sich John Higgins mit Breaks von 56 und 93 Punkten die ersten beiden Frames geholt. Mark Selby konnte froh sein, mit Breaks von 72 und 44 Zählern bis zur Pause den Ausgleich geschafft zu haben. Die ersten beiden Frames nach dem Midsession Interval teilten sie sich dann, aber ab Frame sieben schaltete John Higgins den Turbo zu. Mit Breaks von 72 und 104 Punkten, dem zweiten Century des Turniers, zog er auf 5:3 davon.
Auch im neunten Frame legte John Higgins erst einmal eine 69er-Serie vor. Mark Selby brauchte schon Snooker und schaffte es nicht, John Higgins in ein Foul zu treiben. Der Schotte brauchte zwar eine Reihe von Anläufen, um die letztendlich entscheidende letzte Rote zu lochen, ließ sich den Sieg aber nicht mehr nehmen.
Higgins setzte sich gegen Murphy durch
Der zweite Turniertag war besonders hart für John Higgins, der nach seinem 5:2 im Halbfinale über Shaun Murphy nicht einmal eine Stunde Pause bis zum Endspiel hatte. In einer langwierigen und von beiden zerfahren geführten Partie konnte John Higgins froh sein, zur Pause mit 4:0 zu führen. Nach Wiederbeginn deutete sich aber ein Comeback an, als Murphy die ersten beiden Frames gewann. Doch bevor der Druck zu groß wurde machte Higgins mit dem 5:2 alles klar.
Mark Selby hatte gegen den Amateur Gary Britton in der Vorschlussrunde sogar die ersten beiden Frames verloren. Doch dann wachte der Masters-Champion auf und holte fünf Durchgänge in Folge. Dabei schaffte er mit 105 auch das erste Century und das höchste Break des Turnieres.
Die zweite Station der World Series of Snooker wird am 12. und 13. Juli Berlin sein. Im Tempodrom treffen dann John Higgins, Stephen Maguire, Shaun Murphy und Graeme Dott auf vier deutsche Qualifikanten. Als Turnierdirektorin und Oberschiedsrichterin ist auch Michaela Tabb an der Spree dabei.
Kommentare 1 - 2 of 2
Ich bin Ulf aus Wilhelmshaven und hatte mich auf die World Series of Snooker gefreut und auch vier Karten für 12.07. 12:00 Uhr gekauft. Nun kann ich aber nicht nach Berlin fahren und frage in die Runde: wer will die Karten übernehmen?
Das ist schön, dass John Higgins bei der von ihm selbst geschaffenen Turnierserie als erster gewinnt. Nach der eher durchwachsenen Saison und der erneuten Vaterschaft ist ihm das auf jeden Fall zu gönnen.
Ich freue mich auf jeden Fall auf die drei weiteren Turniere und hoffe, dass die World Series in den nächsten Jahren noch weiter ausgebaut wird.
Bitte melden Sie sich an.
Kein Yahoo! User? Kostenlos anmelden.