Bundesliga - Hertha: Haussegen hängt schief

Eurosport - Di 22.Jul. 14:09:00 2008

Arne Friedrich sorgt bei der Hertha aufgrund stockender Vertragsverhandlungen und einem Flirt mit Ligakonkurrent VfB Stuttgart für mächtig Wirbel. Manager Dieter Hoeneß ist stocksauer und gibt sich stur: "Ich werde jetzt nicht das Gespräch suchen, habe aktuell viel Wichtigeres zu tun."

FOOTBALL 2008-2009 Bundesliga Berlin Friedrich - 0

"Ich habe Hertha vor vier Monaten mitgeteilt, zu welchen Konditionen ich meinen Vertrag verlängern werde. Seitdem habe ich nichts mehr gehört", sagte der 29-Jährige in der "Bild". Im Sommer 2002 wechselte der damals 23-Jährige vom Zweitligisten Arminia Bielefeld an die Spree - seit sechs Jahren steht Friedrich also bereits bei der "Alten Dame" unter Vertrag. Es scheint, als gehe diese Ära dem Ende entgegen.

"Kein Verständnis für diese Aussage"

Manager Hoeneß reagierte äußerst gereizt auf die Aussage des 61-fachen Nationalspielers: "Was Arne da sagt, ist falsch! Ich habe null Verständnis für Aussagen dieser Art. Für mich ist nicht nachvollziehbar, was er will. Erstens habe ich mit ihm während der EM telefoniert. Zweitens kam das Angebot nicht von Arne, sondern dem Berater. Dem habe ich gesagt, dass wir aktuell andere Prioritäten haben, nämlich das Team zu komplettieren. Wenn die beiden nicht miteinander reden, kann ich nichts dafür."

"Habe keine Angst vor der Zukunft"

Friedrich hingegen ist sich keiner Schuld bewusst und deutete indirekt bereits einen Wechsel an: "Hertha erscheint die Sache nicht so dringend. Ich werde auf jeden Fall nicht auf den Klub zugehen und ziehe meine Schlüsse. Ich habe keine Angst vor der Zukunft." Die Stimmung könnte knapp vier Wochen vor Saisonbeginn nicht schlechter sein, denn auch der 55-jährige Hoeneß bleibt eisern und betonte noch einmal, dass er jetzt nicht das Gespräch suchen werde, da er viel Wichtigeres zu tun habe. Zudem "habe ich mal auf Arnes Entscheidung zwei Jahre gewartet und nicht geklagt".

Verhandlungen mit dem VfB Stuttgart?

Hinzu kommt, dass sich Friedrich angeblich mit dem Manager vom Ligakonkurrenten VfB Stuttgart, Horst Heldt, getroffen haben soll, um über einen Wechsel zu sprechen. "Das ist absoluter Käse. Stuttgart hat gerade Verteidiger Boulahrouz verpflichtet. Uns liegt kein Angebot vor. Falls es Gespräche zwischen Arne und dem VfB gab, dann gibt's richtig Ärger", betonte Hoeneß, der im Juni 2010 sein Amt als Manager abgeben wird, wütend. Vertragsverhandlungen sind nach FIFA-Statuten erst sechs Monate vor Vertragsende gestattet.

Eins ist sicher: Das Verhältnis zwischen Friedrich und Hoeneß wurde in den vergangenen Tagen mächtig auf die Probe gestellt. Besserung scheint nicht in Sicht, denn sowohl Friedrich als auch Hoeneß bleiben stur. "Wenn sich die Gelegenheit ergibt, werde ich mit ihm noch mal sprechen. Aber ich glaube, dass er eher eine Verpflichtung hat, mit uns das Gespräch zu suchen", stellte Hoeneß noch einmal klar.

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Kommentare 1 - 1 of 1

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  1. hallo,
    reisende soll man ja bekanntlich nicht aufhalten. hertha soll möglichst viel ablöse kassieren und den aus der bielefelder zweitligagosse geholten schnell gehen lassen.
    wenn er lieb ist, kann er natürlich auch bleiben.
    mfg

    Von fredcashcash, am Di 22.Jul. 14:26
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