Eurosport - Fr 25.Jul. 21:33:00 2008
Die 3. Liga startet heute in ihre Premieren-Saison. Tradition und Aufbruchstimmung allenthalben - eurosport.yahoo.de nennt die wichtigsten Fakten.
Zwanzig Vereine gehen an den Start, darunter sieben ehemalige Erstligisten. Es ist viel Tradition im Spiel und noch mehr Pioniergeist. Keiner weiß genau, wo er steht. Eine Reise ins Ungewisse, aber Paul Jäger freut sich auf die neue 3. Liga. "Sieben Jahre lang waren wir nur im Westen unterwegs, jetzt geht es auf die A3 nach Stuttgart, München und Regensburg", blickt der Geschäftsführer von Fortuna Düsseldorf voraus.
Zum ersten Mal gibt es eine eingleisige bundesweite dritte Spielklasse. Am Freitag geht es los: Mit der Partie Rot-Weiß Erfurt gegen Dynamo Dresden (Freitag, 20.30 Uhr) startet die neue Profiliga des DFB. Die angepeilten Ziele sind klar: eine größere Leistungsdichte für den Unterbau der 1. und 2. Bundesliga, bessere Entwicklungschancen für talentierte Spieler, eine professionellere Vermarktung und mehr Wahrnehmung im TV. Die 3. Liga soll das neue Premium-Produkt des Verbandes werden. Es ist eine Wundertüte, niemand weiß, was daraus wird.
Skepsis weicht dem Optimismus
Zunächst gab es viel Skepsis, aber inzwischen ist die Zuversicht gewachsen. "Das wird eine tolle Marke", glaubt Fortuna-Geschäftsführer Jäger. Die Rahmendaten geben ihm Recht. Immerhin 90 Ex-Bundesligaprofis mischen mit, hat der "kicker" ausgerechnet, davon 16 als Trainer. Die Vereine sind gut verteilt über die Deutschlandkarte: Vier kommen aus dem Norden, drei aus dem Westen, vier aus dem Osten und neun aus dem Süden. Namen wie Stuttgarter Kickers, Eintracht Braunschweig, Carl Zeiss Jena, Union Berlin und Wuppertaler SV machen Lust auf bodenständigen Fußball.
Für Andreas Möller, Sportlicher Leiter bei Kickers Offenbach, ist die Liga ideal zum Lernen. "Das ist eine tolle Chance für die Region. Wir gehen voller Ehrgeiz in diese Saison", sagt der frühere Bundesliga-Profi, Welt- und Europameister. Der 40-Jährige warnt aber auch: "Die Liga muss erst wachsen! "Sein Kollege Norbert Hartmann, Manager der SpVgg Unterhaching, sieht das ähnlich: "Die eingleisige 2. Bundesliga ist auch nicht an einem Tag gemacht worden, sie hat sich erst nach und nach entwickelt."
DFB drängt auf schnellen Erfolg
Das soll diesmal schneller gehen, der DFB will seine höchste Spielklasse zu einem Erfolgsmodell machen. So müssen sich die Klubs der 3. Liga dem gleichen Finanzcheck unterziehen wie die Vereine der 1. und 2. Bundesliga. Obwohl die Spielklasse dem DFB untersteht, wird deshalb das Zulassungsverfahren von der DFL abgewickelt. Und das ist verdammt hart. Die Vereine müssen ein Nachwuchsleistungszentrum aufbauen, jedes Stadion muss eine Kapazität von 10.000 Zuschauern haben und die Geschäftsstelle der Klubs sollte über vier hauptamtliche Mitarbeiter verfügen. Für kleinere Vereine wie den SV Sandhausen ist das ein Vabanquespiel. Der südwestlich von Heidelberg gelegene Klub stellt sich dennoch dem Abenteuer. "Jetzt nur rumzunörgeln ist blöd. Wir sind stolz, dabei zu sein", betont Manager Tobias Gebert.
Andernorts gibt es kritische Stimmen. Knapp 590.000 Euro erhalten die Vereine aus den Fernsehrechten. Für etliche ist das zu wenig. Wenn Kickers Emden die 849 Kilometer zum Auswärtsspiel nach Burghausen fahren muss, sind die Ostfriesen elf Stunden mit dem Bus unterwegs. Das ist ohne Übernachtung nicht mehr zu machen. Bei einigen Klubs werden sich die Reisekosten vervierfachen. Immerhin, perspektivisch hat der DFB höhere TV-Gelder in Aussicht gestellt. Ab der zweiten Saison soll jeder Klub 825.000 Euro bekommen. Die Differenz zur zweiten Liga (dort erhalten die Vereine rund fünf Mio. Euro pro Saison) ist dann immer noch immens. "Langfristig muss der DFB wissen, was er uns schuldig ist. Entweder muss er Einnahmen aus dem Bereich Nationalmannschaft abzweigen oder einen Ligasponsor finden wie das in England mit Coca Cola der Fall ist", fordert Haching-Manager Hartmann.
Irgendwann, so Hartmann, könnte die erste und zweite Liga ins Pay-TV abwandern, dann stünde die 3. Liga in der ersten Reihe und könnte zu besten Zeiten übertragen werden - im Free-TV natürlich. Bleibt noch das Problem der 2. Mannschaften. Sie gelten als graue Mäuse, sie besitzen kein echtes Profil, es sind reine Ausbildungsteams für den Nachwuchs. Außerdem sind die Reserve-Mannschaften unbeliebt, weil sie kaum Fans mitbringen. Fortuna-Geschäftsführer Jäger sieht das Thema gelassen: "Wenn Bayern II zu uns in die LTU-Arena kommt, ist das immer noch interessanter als der SC Verl."
Kommentare 1 - 10 of 10
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und immer noch keine Rubrik 3. Liga, die heute startet. Allerdings ist jetzt die Regionalliga, die es ja auch noch gibt, verschwunden.
Sorry, es ist ja möglich dass die schäl sick in der Saison 2009/2010 in der 2. Liga spielt ,aber nicht gegen den 1.Fc Köln !!!!!!! Denn Kölle bleibt drin. In der Halbzeit holen wir Poldi aus München zum Fc und dann jet dat.
pff... kneipenkicker-liga
Gespielt wird in München , 3.Liga, im Kultstadion an der Grünwalderstrasse , besser bekannt als
1860er Stadion
Gespielt wird in München , 3.Liga, im Kultstadion an der Grünwalderstrasse , besser bekannt als
1860er Stadion
lool;)
Hab heute morgen auch schon reklamiert. Noch nicht einmal eine Antwort.
Wie peinlich, dass man die 3. Liga bei Eurosport - Yahoo noch nicht mal finden kann - dafür aber die Regionalligen.....:((((( - so wird dat nix mit großem Marketing....
Endlich wieder mal zu einem Auswärtsspiel, mit Fortuna Düsseldorf, nach München fahren, auch wenns nur die zweite der Bayern ist. Weiß zufällig, in welchem Stadion oder auf welchem Platz die spielen, wohl nicht in der AllianzArena. ( Obwohl wenn Fortuna kommt ).
Und nächstes Jahr dann gegen Köln in der 2. Liga.
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