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  • 120 Minuten. Und dann diese verdammten 11 Meter...120 Minuten. Und dann diese verdammten 11 Meter...

    England gegen Italien. Was für ein Spiel!

    Das beste bei dieser EM, das konnte man gleich nach wenigen Minuten erahnen.

    Außer man sah das Duell als spanischer Nationalspieler und wunderte sich darüber, dass nach nur 15 Minuten beide Mannschaften schon mal am Ball gewesen waren.

    Italien blickt in den Spiegel

    Wenig Pässe, viele Torchancen. Wenn das kein moderner Fußball sein soll, dann bin ich sportlich gerne Ewiggestriger. Aus deutscher Perspektive hatte man ein bisschen auf England gehofft, weil sie einen schlagbareren Eindruck vermittelt haben.

    Blöd nur, dass sich dieser Eindruck auch

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  • Haltet die Schnauze!-Nasris Privat-Fehde ist eskaliertHaltet die Schnauze!-Nasris Privat-Fehde ist eskaliert

    Irgendwie sind die doch nicht mehr ganz dicht ...

    "Les Bleus" machen ihrem Namen wieder fragwürdige Ehre und sorgen für Negativ-Schlagzeilen. Dank Samir Nasri.

    Eigentlich war die französische Nationalmannschaft bei dieser EM auf Wiedergutmachungstournee.

    Die "Schande von Knysna" bei der WM 2010 hatte schließlich das ganze Land erschüttert und war im Anschluss in einem nationalen Politikum eskaliert. Deshalb stand die Nationalelf bei der EURO unter besonderer Beobachtung, die Öffentlichkeit war sensibilisiert.

    Und nun tickte Nasri aus und sorgte für eine Fortsetzung der französischen

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  • Gut gekämpft, nicht weinen, Hellas!Gut gekämpft, nicht weinen, Hellas!

    Doppelt ihr noch, oder zehntelt ihr schon?

    Die Frage drängt sich zwangsläufig auf, wenn man sieht, wie Griechenland vom Anpfiff weg ein 0:0 verteidigt als ginge es um das Nadelöhr bei den Thermopylen.

    Als Gegner weiß man das ja mittlerweile. Und deshalb durfte man auch damit rechnen, dass unser Viertelfinale eine ebenso nervtötende Geduldsprobe wird wie das Durchsägen von Eisenbahnschienen mit Muttis Nagelfeile.

    Aber in Danzig kam gestern Abend alles ein wenig anders. Nur einen Steinwurf von jenem Ort entfernt, an dem Nazi-Deutschland am 1. September 1939 Polen überfallen hatte, um

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  • “Wollnys EM”: Tschüss Hellas!

    Kopf hoch, Hellas!Kopf hoch, Hellas!

    Doppelt ihr noch, oder zehntelt ihr schon?

    Die Frage drängt sich zwangsläufig auf, wenn man sieht, wie Griechenland vom Anpfiff weg ein 0:0 verteidigt als ginge es um das Nadelöhr bei den Thermopylen.

    Als Gegner weiß man das ja mittlerweile. Und deshalb durfte man auch damit rechnen, dass unser Viertelfinale eine ebenso nervtötende Geduldsprobe wird wie das Durchsägen von Eisenbahnschienen mit Muttis Nagelfeile.

    Aber in Danzig kam gestern Abend alles ein wenig anders. Nur einen Steinwurf von jenem Ort entfernt, an dem Nazi-Deutschland am 1. September 1939 Polen überfallen hatte, um

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  • Das Rindvieh Yvonne: Nur eines unter viel zu vielen Getier-OrakelnDas Rindvieh Yvonne: Nur eines unter viel zu vielen Getier-Orakeln

    Symbolisch würde ja schon reichen...

    Ein erster Schritt, um die Inflation der Tier-Orakel einzudämmen.

    Paul war ja noch ganz nett.

    Mit der Eleganz eines versenkten Badehandtuchs kam der Kopffüßer angeschwebt und ermuschelte während der WM am Kap den Sieger. Leider lag das Vieh dabei auch noch immer richtig.

    Paul orakelt aber schon lange nicht mehr. Im Oktober 2010 fing er nach verzweifelten Wiederbelebungsversuchen an, richtig streng zu riechen, weshalb man den lukrativen Kraken wohl oder übel für mausetot erklären musste. Aus Oktopus wurde "Oh, Kompost."

    Pauls Erbe ist ein umfangreicher Zoo

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  • Spanische Perfektion an der Grenze zur LangeweileSpanische Perfektion an der Grenze zur Langeweile

    Gestern war spielfrei. Zeit, um ein paar Gedanken zu ordnen.

    Zu der Farce mit den Torrichtern habe ich mich ja schon gestern geäußert.

    Falls sich Uefa und FIFA nicht doch noch für die mittlerweile ausgereifte Torraum-Technologie begeistert können, dann sollten sie dieses sinnlose Herumlungern auf der Linie schnell wieder einmotten.

    Lieber falsche Tatsachenentscheidungen als falsche Erwartungen an das vermeintlich Richtige.

    Sicherlich wird's auch in den Viertelfinals wieder knifflige Situationen geben. Die Jungs am Pfosten haben also noch genügend Möglichkeiten, sich zu rehabilitieren.

    Was

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  • Hier steh' ich nun, ich kann nicht anders...: TorrichterHier steh' ich nun, ich kann nicht anders...: Torrichter

    So. Jetzt muss ich als erste gute Tat des heutigen Tages mal ein bisschen Ehrenrettung betreiben.

    Es passierte in der 74. Minute des Spiels in Donezk, England gegen die Ukraine.

    Yevhen Konoplyanka hatte die Flinte durchgeladen und abgedrückt, Joe Hart den Schuss mit ausgestrecktem Arm krakenhaft von der Linie gefummelt.

    Und der Torrichter, der hatte doch tatsächlich alles richtig gesehen: kein Handspiel, kein Elfer!

    Verrückt! In Bruchteilen von Nano-Sekunden mussten die Argusaugen des 17. Offiziellen erkennen, dass es sich bei Hart um den englischen Torwart handelte.

    Vertrocknete Augäpfel

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  • Akustik-Duell auf den Rängen: Deutsch oder Griechisch?Akustik-Duell auf den Rängen: Deutsch oder Griechisch?

    Es begann recht leise. Doch schon nach wenigen Sekunden war ich mir sicher: ich erlebe gerade etwas ganz Besonderes.

    Irland lag 0:4 gegen Spanien zurück und die irischen Fans intonierten ihr legendäres "Fields of Athenry". Sie taten das in einer leidenschaftlichen Intensität, die einem den Atem raubte.

    Die spanischen Fans sangen nicht dagegen an, sondern zollten durch ihr Schweigen diesem einzigartigen Moment Respekt. Ebenso wie ARD-Kommentator Tom Bartels, der den Augenblick beschützte, indem er minutenlang schwieg.

    Für mich gehören diese Minuten zu den großartigsten, die ich jemals mit dem

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  • “Wollnys EM”: Oh weh, Oranje!

    Zwischen Anspruch und Wirklichkeit: Oh weh, Oranje!Zwischen Anspruch und Wirklichkeit: Oh weh, Oranje!

    Arjen Robben hat sich bislang schon eine Menge Schmerzen zugefügt.

    Nicht aufgrund einer speziellen Veranlagung - jedenfalls wäre mir das neu - aber aus purer Verzweiflung.

    Vielleicht hatte es ja mit einer Ohrfeige angefangen. Am Abend des 11. April. Als Robben das ganze Drama in rastlosen Gedanken noch mal durchspielte. Zuhause, bei einer Maß Rioja, im stillen Refugium, als die Ohren noch dröhnten von einer ekstatischen Dezibel-Explosion nach dem verschossenen Elfer in Dortmund.

    Aufwachen, Arjen!

    Aber es half nichts. Was geschehen war, ließ sich nicht durch eine simple Watschn als böser Traum

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  • JJ on Tour – Glad we were here

    Unbestechliche Blicke durch die Fan-BrilleUnbestechliche Blicke durch die Fan-Brille

    Hallo Deutschland,

    anstrengende, aber erfolgreiche Tage in Charkiw liegen hinter uns. Das Spiel um den Gruppensieg liegt noch ein paar Tage vor uns. Also beschließen wir, unseren malträtierten Körpern ein wenig Erholung zu gönnen. Fettiges ukrainisches Fleisch im Wechsel mit amerikanischem Fast Food und Gerstensaft werden jetzt durch Obst und Wasser ersetzt. Für ausreichend Schlaf sollen zwei Nächte in Hotelbetten in Kiev sorgen.

    Der komfortable Abend-Expresszug bringt uns in 4,5 Stunden dorthin. Bei strömendem Regen erreichen wir noch vor Mitternacht die Hauptstadt. Wir wählen das am

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