Um Reifenbreite

  • Mission impossible?

    Sorry, aber wenn Tom Cruise schon mal bei der Tour ist, konnte ich mir diese Überschrift nicht verkneifen.

    Aber zu ernsten Dingen: "Das wird der wichtigste Tag meiner Karriere. Ich habe nichts zu verlieren", kündigt Andy Schleck vor dem Zeitfahren an. "Ich kann es noch immer schaffen, es wird mehr im Kopf als mit den Beinen entschieden werden."

    Damit hat er nicht Unrecht, doch die Zeichen stehen nicht gut für den Jäger. Aus acht Sekunden Rückstand dürften zwischen Bordeaux und Paillac schnell achtzig werden - oder mehr.

    Spanien führt 5:0

    Denn noch nie hat der Luxemburger ein Zeitfahren im

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  • Klassentreffen zum 75. Geburtstag

    Schnittchen & Wein - das klappt immer! Und weil die Tour-Organisatoren von der ASO einfach echte Profis sind, ist es ihnen mit diesem alten Trick gelungen, am Ende eines Ruhetages voller Pressetreffen die Journalisten auch noch zu ihrem Termin zu lotsen.

    Und wir gestehen: Während die Kollegen der schreibenden Zunft nur ein paar Schritte aus dem Hauptsaal des Pressezentrums machen mussten, kamen wir extra aus der Nachbarstadt angefahren. Zu unserer Entlastung aber sei gesagt, dass wir persönlich eingeladen wurden - und der Anlass es wirklich zu erfordern schien.

    Geladen wurde zu einer kleinen

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  • Tour des Français

    Da kann der deutsche Radsport-Fan nur neidisch auf die andere Rheinseite schielen: Sechs Siege an 17 Renntagen, "Chapeau les Français"! Chavanel, Casar, Riblon, Voeckler und nun Fedrigo - die Franzosen drehen mächtig auf.

    Vor allem sind es allesamt tolle, schwere Etappen, die sich die Gastgeber sichern: Es ging durch Ardennen, Jura, Alpen und Pyrenäen - Letztere haben auf drei Teilstücken zum 100-jährigen Jubiläum bislang nur französische Sieger gesehen.

    Dazu kommen die Tage in Gelb von Chavanel und die Gewissheit, dass ein Franzose in Paris das Bergtrikot tragen dürfte (fünf Fahrer unter den

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  • Himmel und Hölle

    Eigentlich wollten wir uns die Liste der schönsten Erlebnisse in den Hotels & Gaststätten während der Tour für den Schlusstag aufheben. Aber dann bot unser Zwischenstopp im Anschluss an die Etappe nach Mende zwei so wunderbare Beispiele für die Extreme, mit denen wir konfrontiert werden, dass wir das Thema einfach vorziehen müssen. Auch als kleine "Abkühlung" für alle, die sich per E-Mail oder auf unsrer Facebook-Seite als Verstärkung für das Tour-Team anbieten...

    Wir hätten gewarnt sein sollen. Doch einerseits waren wir einfach nur abgekämpft nach vier Stunden am Mikrofon und insgesamt fünf

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  • Hitzefrei?

    Siege? Sonderwertungen? Stars? Alles egal. Das Einzige, was bei der Tour zählt, ist Schatten. Die Temperaturen liefern sich seit einer Woche täglich ein erfolgreiches Duell um neue Höchstwerte - und noch haben wir den tiefen Süden Frankreichs nicht erreicht...

    Andy Schleck etwa, der laut eigener Aussage "gut mit Hitze klarkommt", erwartet in den Pyrenäen eine "Quälerei" und meint damit nicht die steilen Anstiege. Das Peloton stöhnt ob der Belastung im Glutofen, wo schützende Waldstücke oder Alleen Mangelware sind. Und die Straßenmeistereien leerten gestern fast 30.000 Liter Wasser auf die

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  • “Die Tour wird im Bett gewonnen”

    Das berühmte Zitat von Joop Zoetemelk hat auch 30 Jahre nach dem Tour-Sieg des Niederländers wenig von seiner Richtigkeit verloren. Immerhin hing es schon in riesigen Lettern an Häuserwänden beim Auftakt in Rotterdam. Erholung ist (fast) alles bei der "grande boucle" und deshalb die Qualität der Hotels eines der Lieblingsthemen im Tross.

    Genau wie wir selbst sind auch die Fahrer täglich gespannt darauf, welches Los sie gezogen haben. Die Spannweite ist beträchtlich, vom unspektakulären Standard gibt es Ausreißer nach oben wie unten. Kein Glück hatte Radioshack vor der ersten Bergetappe.

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  • Tränen lügen nicht?

    Noch Fragen? Alle, die Mark Cavendish schon abgeschrieben hatten, waren etwas früh dran. Der Paukenschlag, mit dem sich der Sprintstar zurückmeldete, war fast bis nach Paris zu hören.

    Egal wie man zu dem alles andere als pflegeleichten Briten stehen mag - seine Nervenstärke und Klasse waren beeindruckend, mehr noch als die reine sportliche Leistung. Die enorme Befreiung, die der ersehnte erste Etappensieg bei der Tour 2010 bedeutete, brach sich dann auf dem Podium in Tränen Bahn.

    Frankreichs Sportministerin Roselyne Bachelot schien ihn fast wie eine Mutter tröstend in den Arm nehmen zu wollen,

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  • Kein Champagner in Reims

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    Es hätte so schön sein sollen, von wegen "geteilte Freude ist doppelte Freude" und so. Also hatte sich das Kommentatoren-Trio zum WM-Halbfinale aufgemacht, um mit ein paar anderen Deutschen das große Spiel zu verfolgen. Und da lag nichts näher, als sich der Milram-Truppe anzuschließen.

    Dass der Abend aber unter keinem guten Stern stand, wurde uns schnell deutlich. Dabei schien der Plan prima: Nach der Übertragung schnell ins Hotel, fix geduscht und ab ins Auto. Auf dem Weg zu Milram sollte sich dann ja wohl auch noch ein nettes Restaurant fürs Abendessen finden. Soweit alles dufte.

    Gut - auf

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  • “Haste mal ‘ nen Stift”?: Blau für Brad

    Bilderrätsel: Was ist das? Ok, wir haben nicht viel Zeit - das ist natürlich der Rennschuh von Bradley Wiggins nach dem Sturz auf der gestrigen Etappe.

    Das schöne - und verdammt große - Exemplar in den Farben der britischen Flagge wurde auf dem Weg nach Spa böse ramponiert. Das konnte den Perfektionisten vom Team Sky nicht gefallen, doch die Jungs hatten Glück, dass sie mit uns Eurosportlern im selben Hotel waren:

    Als ich gerade an der Rezeption auschecken will, kommt aufgeregt ein Betreuer an den Tresen. Einen Marker braucht er, und zwar in blau. "Désolé", sagt die Dame, sie hat nur grün. Das

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  • Herdentrieb

    Heute mal ein schneller Bericht vor der Sendung. Denn eine fast einmalige Gelegenheit gab's auf dieser 2. Etappe: Start und Ziel liegen so nah zusammen, dass wir die günstige Gelegenheit nutzen wollten, Fahrer mal in echt und nicht nur auf dem Bildschirm in der Kommentatorenkabine zu sehen. Also ab zum königlichen Palais in Brüssel, wo die Einschreibung stattfand. Wir sind dabei ja leider nicht Dauergäste, denn im Regelfall müssen wir schon am Vormittag ab auf die Reise zum Ziel - die Kehrseite der frühen Live-Übertragungen...

    Erste spontane Feststellung: Der Auflauf wird immer größer. Die

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