Ehemalige Rohdiamanten: Die Top-15 der verschwendeten Fußballtalente

​Im modernen Fußballgeschäft passiert es schnell, dass junge Talente einen gewissen Hype erfahren. Ein aktuelles Beispiel dafür ist Kylian Mbappe-Lottin vom AS Monaco, für den schon dreistellige Millionbeträge ausgerufen werden. Doch oft genug werden die Spieler den Vorschusslorbeeren nicht gerecht. Ob fehlende Disziplin oder Verletzungspech, viele Faktoren können dazu führen, dass eine vielversprechende Talente im Mittelmaß oder noch schlimmer enden.  Sebastian Deisler Maximilian Beister...

Breno

Der Brasilianer kam einst für stolze zehn Millionen Euro nach München. Doch er konnte das große Versprechen nie einlösen, das sein Talent verhieß. Nicht nur, dass er oft verletzt war, nein, er zündete später auch seine eigenes Haus an, um die Versicherungssumme zu kassieren. Die Folge war eine Haftstrafe. Mittlerweile spielt Breno in seiner Heimat bei Sao Paulo.

Alexandre Pato

Im Jahr 2007 überwies der AC Milan 22 Millionen an Internacional für das Sturmtalen Pato. Doch der Brasilianer hatte mit etlichen Verletzungen zu kämpfen. In sechs Jahren bei Milan kam er nur auf 150 Einsätze und er wirkte auch nicht mehr wie vor den vielen Verletzungen. Die Folge war sein Verkauf nach Sao Paulo. Dort blühte er wieder auf, weswegen er nach Europa zurück kehrte. Aber bei Chelsea und Villarreal konnte er sich nicht durchsetzten. Seit Januar spielt Pato in China bei TJ Quanjian. 

Ryan Babel

Viele deutsche Zuschauer kennen Babel von seiner erfolglosen Zeit bei der TSG 1899 Hoffenheim. Davor galt er als Riesen-Talent. Der Niederländer ging 2007 für 18 Millionen von Ajax Amsterdam zum FC Liverpool. Doch der Durchbruch gelang nie so richtig. Deswegen ging Babel 2011 nach Hoffenheim, danach folgten Gastspiele bei Ajax, kasimspa in der Türkei, bei Al-Ain in Katar, sowie bei Derpotivo La Coruna. Seit Januar spielt der Niederländer bei Besiktas und trumpft dort auch wieder auf.

Yoann Gourcuff

Der Franzose Gourcuff wurde bei Milan ausgebildet und schaffte den Durchbruch in Bordeaux, weshalb Lyon ihn für 22 Millionen Euro verpflichtete. 2010 galt der Zehner als legitimer Nachfolger von Zinedine Zidane, doch daraus wurde nichts. Immer wieder warf ihn sein verletztes Knie zurück. Er fiel fast das ganze Jahr 2015 aus. Jetzt spielt der 30-Jährige bei Stade Rennes, wo er von seinem Vater trainiert wird. 

Marko Marin

Dem jungen Marko Marin wurde eine große Karriere vorausgesagt und nach seinem Wechsel von Gladbach zu Bremen ging es auch steil bergauf. Es folgte der millionschwere Wechsel zu Chelsea. Doch in London spielte Marin nie eine Rolle. Seitdem wurde er an vier verschiedene Klubs verliehen, bis er schließlich diese Saison zu Olympiakos Piräus ging. Doch auch beim siebten Verein in fünf Jahren ist Marin nur Ersatzspieler. 

Adriano

Beim AC Parma hatte der bullige Stürmer seinen großen Durchbruch und bei inter Mailand schoß er alles kurz und klein. Um das Jahr 2005 galt er als bester Stürmer der Welt. Doch nachdem 2006 sein Vater verstarb, wurde der Stürmer depressiv und trank viel. Er nahm viel Gewicht zu und wurde bei Inter aussortiert. Es folgten etliche Wechsel und Eskapaden abseits des Platzes. Dabei war auch immer wieder Übergewicht ein Problem. Mittlerweile ist der 35-Jährige vereinslos.

Mario Balotelli

Der Albtraum der deutschen Nationalmannschaft ist das Musterbeispiel für verschwendetes Talent. Mit allen Anlagen für eine Weltkarriere ausgestattet, fiel der Italiener meist eher neben dem Platz auf. Ein luxuriöser Lebensstil, die fehlende Disziplin und seine Verrücktheiten dürften bekannt sein. Nach vielen Neustarts schein Lucien Favre das Enfant Terrible in den Griff zu bekommen. Beim OGC Nizza spielt Balotelli stamm und trifft regelmäßig. Aber dennoch lässt er sich oft zu Undiszipliniertheiten hinreißen. Ob ein großer Klub noch einmal bereit ist, den 26-Jährigen zu verpflichten, bleibt fraglich. 

Bojan Krikic

Der Spanier war das Talent beim FC Barcelona, er sollte der neue Messi werden. Doch daraus wurde nichts, denn Bojan war zu oft verletzt und spielte zu selten konstant auf hohem Niveau. Nach neuen Anläufen beim AS Rom, AC Mailand und Ajax Amsterdam schien Bojan in Stoke wieder der Alte zu werden. Doch wieder warfen ihn Verletzungen zurück. Jetzt spielt der Spanier beim FSV Mainz, wo er zuletzt gegen Bayern München traf. 

Royston Drenthe

Der Niederländer hatten einen steilen Karriereweg. Nach dem Start bei Feyenoord ging er 2007 zu Real Madrid, wo er zunächst auch überzeugte. Jedoch ließen die Leistungen schnell nach, daher wurde der Linksfuß mehrfach verliehen. Doch auch bei Hercules und Everton spielte er kaum eine Rolle. Nachdem er Real Madrid verließ, war er ein halbes Jahr arbeitslos. Es folgten Verträge in Russland, Englands zweiter Liga, der Türkei und Katar. Alle waren von kurzer Dauer und Drenthe beendete seine Karriere mit bereits 30 Jahren.

Marco Arnautovic

Arnautovic war von den Anlagen das größte Talent Österreichs. Doch bei inter Mailand hatte der Linksaußen mehr Flusen im Kopf als Mario Balotelli. Bei Werder gab man ihm eine neue Chance, die er aber nicht wirklich nutzte. Seit 2013 spielt der Österreicher bei Stoke City, wo er sein Glück wohl gefunden hat. Im Mittelfeld der englischen Tabelle trifft der 28-Jährige regelmäßig. Dennoch wäre für den talentierten Angreifer mehr möglich gewesen. 

Ricardo Quaresma

Wie Cristiano Ronaldo spielte Quaresma bei Sporting Lissabon und 2003 sagte man beiden eine große Karriere voraus. Der eine wurde Weltfussballer bei Manchester United, der andere zum Wandervogel. Weder bei Barcelona, Inter Mailand oder Chelsea setzte sich der Dribbler wirklich durch. Nur bei Porto und Besiktas Istanbul schien er sich wohl zu fühlen. Nach einem starken Jahr bei Porto ging Quaresma 2015 zu Besiktas zurück.

Eljero Elia

Als Top-Talent kam Elia von Twente zum HSV, wo er auch überzeugte. Nach guten zwei Jahren zog es ihn zu Juventus. Dort scheiterte er allerdings und es folgte der Abstieg. Bei Werder war Elia nie wirklich überzeugend und auch in Southampton wollte man ihn nach einer Leihe nicht fest verpflichten. 2015 ging er zurück in die Heimat zu Feyenoord Rotterdam. Hier zeigt er wieder seine Klasse und was für eine Karriere möglich gewesen wäre.

Samed Yesil

​In der U18 schoss Yesil etliche Tore für Deutschland und Leverkusen. In Liverpool sah man sein Talent und schlug zu, aber mehrere Kreuzbandrisse verbauten dem Stürmer den Weg. Nach einer Leihe zum FC Luzern endete der Vertrag in England. Ein halbes Jahr fand Yesil keinen Verein, im Januar unterschrieb der 22-Jährige dann in Griechenland bei Panionios Athen. Vielleicht kann Yesil hier noch einmal von vorne beginnen.

Maximilian Beister

​Der Flügelstürmer war eines der großen Talente beim HSV. In Liga zwei trumpfte er dann bei Fortuna Düsseldorf auf und kehrte zu den Hamburgern zurück. Doch an die Leistungen aus Liga zwei konnte er nicht mehr anknüpfen. Es folgte der Wechsel zu Mainz, das ihn zweimal verlieh, nun spielt Beister nach einem kurzen Abenteuer in Australien in der zweiten Mannschaft von Mainz.

Sebastian Deisler

​Zu seiner besten Zeit galt Deisler als Jahrhunderttalent. Immerhin zahlte der FC Bayern 2002 stolze neun Millionen an Hertha für den Flügelspieler. Doch niemand war wohl öfter schwer  verletzt als Deisler. Die Folge war eine schwere Depression, weshalb er 2007 auch seine Karriere beendete und das mit 27 Jahren. 

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