Sommermärchen 2006: Das machen die Hauptdarsteller der Heim-WM heute

​Das Sommermärchen 2006 wurde für die deutsche Nationalmannschaft zwar nicht mit dem Weltmeister-Titel belohnt, dennoch war der Sommer nicht nur für die DFB-Auswahl eine besondere, auch die Fans kamen bei der Heim-WM auf ihre Kosten. Doch was machen die Stars von 2006 eigentlich heute? Michael Ballack Miroslav Klose Jens Lehmann Oliver Neuville Thomas Hitzlsperger David Odonkor Bastian Schweinsteiger Gerald Asamoah Torsten Frings Lukas Podolski Jürgen Klinsmann Robert Huth Arne Friedrich...

Arne Friedrich

Arne Friedrich spielte 2006 ein ganz starkes Turiner. Nachdem sich der ehemalige Kapitän von Hertha BSC und Profi vom VfL Wolfsburg später in verschiedenen Feldern wie Fernsehen, Trainertätigkeit und Stiftungsarbeit ausprobiert hat, ist Friedrich heute Berater für Profifußballer und Trainer bei der Hamburger Agentur Jung von Matt. 

Robert Huth

Robert Huth mischt schon seit viele Jahren die englische Premier League auf. In der DFB-Elf schaffte er zwar nie den ganz großen Durchbruch, in England wird seine robuste Spielweise jedoch sehr geschätzt. Mit Leicester City gelang dem Innenverteidiger in der vergangen Saison die Wunder-Meisterschaft.

Jürgen Klinsmann

Für Jürgen Klinsmann ging bei der WM 2006 der Trainer-Stern auf. Nach seinem Engagement in der DFB-Elf und der eher mäßigen Ära beim FC Bayern, fand "Klinsi" über viele Jahre sein Glück in seiner Wahl-Heimat USA. Dort wurde er jedoch kürzlich entlassen und gilt nun als Kandidat für den Job als niederländischer Bondscoach.

Lukas Podolski

Lukas Podolski machte bei der WM gegen Schweden ein überragendes Spiel. Seine Karriere in der Nationalmannschaft sollte nach dem WM noch über zehn Jahre weiter gehen. Der kölsche Prinz beendete nun gegen England seine aktive Karriere im DFB-Dress. Mit seinem Traumtor vergoldete er seinen Abschied, bevor es ihn auf Klub-Ebene nach Japan zieht.

Torsten Frings

Torsten Frings wurde im Viertelfinale gegen Argentinien zum tragischen Helden. Nach Tumulten nach dem Abpfiff wurde der Mittelfeldspieler nachträglich gesperrt, und musste sich das bittere Halbfinale-Aus gegen Italien von der Tribüne aus ansehen. Heute coacht Frings Darmstadt 98 und versucht alles, um den Klassenerhalt zu schaffen.

Gerald Asamoah

Auch Gerald Asamoah war bei der Heim-WM noch mit von der Partie. Der ehemalige Stürmer ist seit November 2016 Manager von Schalkes U-23, die die letzte Ausbildungsstufe der erfolgreichen Schalker "Knappenschmiede" darstellt. Damit hat die Schalke-Legende eine wichtige Aufgabe übernommen. Auch im Marketing des Klubs ist der 38-Jährige aktiv.

Bastian Schweinsteiger

Nach der WM 2006 wurde Bastian Schweinsteiger bei den Bayern zum Denker und Lenker. Als seine Zeit sich dem Ende entgegen neigte, entschied er sich für einen Wechsel zu Manchester United. Nachdem er dort von Trainer José Mourinho kaum eingesetzt wurde, zog es "Schweini" nun in die MLS zu Chicago Fire.

David Odonkor

Sportlich ging es für Odonkor nach der WM eher bergab. Der ehemalige Nationalspieler versuchte sich zuletzt als sportlicher Leiter des westfälischen Oberligisten Hammer SpVgg, doch nach rund anderthalb Jahren war für den 33-jährigen WM-Helden Schluss. Der einstige Profi von Borussia Dortmund, Betis Sevilla und Alemannia Aachen machte zunächst ein Trainer-Praktikum beim SC Verl und will seinen Weg als Coach weiter gehen.

Thomas Hitzlsperger

Thomas Hitzlsperger hat sich nach der aktiven Karriere öffentlich zu seiner Homosexualität bekannt. Im Rahmen einer Konferenz des Fußball-Weltverbandes Fifa zum Thema Gleichberechtigung beeindruckte er zuletzt mit einer bemerkenswerten Rede. Bei der WM 2006 war er eine der tragenden Säulen.

Oliver Neuville

Damals, bei der WM 2006, hatte Oliver Neuville in Dortmund in letzter Sekunde den Sieg gegen Polen herausgeschossen. Es war der wohl wichtigste Treffer seiner Karriere. Heute arbeitet der ehemalige Stürmer bei Borussia Mönchengladbach als Co-Trainer der U19-Auswahl der "Fohlen".

Jens Lehmann

​Bei der Heim-WM war es Jens Lehmann gelungen, sich als deutsche Nummer gegen Oliver Kahn durchzusetzen. Er spielte ein starkes Turnier, seine Zettel-Aktion im Elfmeterschießen gegen Argentinien war legendär. Heute ist Jens Lehmann als TV-Experte bei RTL tätig und für seine kritischen Bemerkungen bekannt.

Miroslav Klose

​"Höher geht's jetzt nicht mehr", sagte ein 22-jähriger Stürmer, der heute vor 16 Jahren sein Debüt für die deutsche Nationalmannschaft feierte: Wie sollte Miroslav Klose irren! Es war der Beginn einer großen Karriere. Deutschlands Rekordtorschütze beendete nach der WM 2014 seine Karriere als Fußballprofi. Klose absolviert nun "ein individuelles Ausbildungs- und Traineeprogramm absolvieren, mit dem klaren Ziel, die Trainerlaufbahn einzuschlagen".

Michael Ballack

​Michael Ballack war über viele Jahre hinweg der Leader der deutschen Nationalmannschaft. Doch den "Capitano" hat seine große Karriere geschlaucht: "Man musste trotz der vielen angenehmen Seiten auch große Opfer aufbringen. Ich nehme mir Zeit, jetzt tief durch zu atmen und Luft zu holen." Trotz einiger Experten-Jobs ist es um Ballack relativ ruhig geworden. Den Trainer-Schein will er aber irgendwann machen.

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