Viel Qualität, wenig Spielzeit: Die teuersten Reservisten der Bundesliga

​Natürlich bedarf es in der Bundesliga eines breiten und ausgeglichenen Kaders, um eventuelle Ausfälle im Idealfall gleichwertig ersetzen zu können. Dennoch ist es gerade für die Ersatzspieler frustrierend, wenn die Stammelf fit ist und man selbst kaum zum Einsatz kommt. Hier sind die teuersten Reservisten in Deutschlands höchster Spielklasse. Sven Ulreich (FC Bayern) Felix Passlack (Borussia Dortmund) Timothée Kolodziejczak (Borussia Mönchengladbach) Mikel Merino (Borussia Dortmund) Nico...

Sven Ulreich (FC Bayern)

​An Bayern-Keeper Manuel Neuer ist natürlich kein Vorbeikommen, weiß auch Ersatztorhüter Sven Ulreich. Der ehemalige Schlussmann des VfB Stuttgart kommt beim FC Bayern seit seiner Ankunft kaum zum Einsatz und sammelt die meisten seiner wenigen Einsatzminuten in Vorbereitung- und Testspielen. Kürzlich erklärte der 28-Jährige, sich im Sommer Gedanken zu machen, falls sich die Möglichkeit auf einen Stammplatz bei einem anderen Verein bieten sollte.

Felix Passlack (Borussia Dortmund)

Auch wenn Felix Passlack erst 18 Jahre alt ist, so ist er doch schon länger bei den Profis von Borussia Dortmund dabei. Auf der rechten Außenbahn muss er dennoch meist dem Polen Lukasz Piszczek ​den Vortritt lassen, der seit Jahren eine Institution auf der rechten Abwehrseite des BVB ist. 

Timothée Kolodziejczak (Borussia Mönchengladbach)

​Nach seinem Wechsel aus Spanien vom FC Sevilla zu Borussia Mönchengladbach konnte sich der Franzose Kolodziejczak noch nicht wirklich an seine neue Mannschaft gewöhnen. Unter Dieter Hecking bekommt er wie schon unter André Schubert nur sehr wenig Spielzeit und konnte somit nicht nicht zeigen, dass er für die "Fohlen" möglicherweise eine echte Verstärkung sein kann.

Mikel Merino (Borussia Dortmund)

​Als der Spanier Mikel Merino aus Osasuna zu Borussia Dortmund kam, bescheinigten nicht wenige dem mittlerweile 20-jährigen Talent eine große Zukunft. Die ist mittlerweile etwas ins Stocken geraten. Der zentrale Mittelfeldmann, der auch in der Abwehrkette spielen kann, kommt unter BVB-Coach Thomas Tuchel so gut wie gar nicht zum Zug und wurde bereits mehrfach mit einem Sommerwechsel in Verbindung gebracht. 

Nico Schulz (Borussia Mönchengladbach)

Ähnlich schlecht wie für Teamkollege Kolodziejczak verläuft die Saison auch für Ex-Herthaner Nico Schulz. Der Mann für die linke Seite konnte ebenfalls nicht vom Trainerwechsel in Gladbach profitieren und kommt nach wie vor nicht über die Rolle des Ersatzspielers hinaus - Und selbst da haben Spieler wie Jonas Hofmann, André Hahn oder Fabian Johnson meist die Nase vorn, sodass der gebürtige Berliner in der laufenden Saison bislang nur auf 47 Bundesligaminuten kommt.

Dennis Aogo (Hamburger SV)

Ebenfalls nicht zufrieden kann Dennis Aogo mit seiner Situation beim FC Schalke 04 sein. Der gelernte Linksverteidiger, der in der Vergangenheit immer öfter auch im defensiven Mittelfeld spielte, kommt schont seit geraumer Zeit kaum mehr zum Einsatz und steht vor einem Wechsel im kommenden Sommer. Mit 30 Jahren dürfte der ehemalige Hamburger sicher noch einen Verein finden, der ihm mehr Spielzeit gibt, als es bei den "Königsblauen" der Fall ist.

Renato Sanches (FC Bayern)

Der wertvollste Spieler dieser prominenten Reservisten-Elf ist natürlich vom deutschen Rekordmeister FC Bayern. Mittelfeldmann Renato Sanches kam erst im vergangenen Sommer für stolze 35 Millionen Euro von Benfica Lissabon zu den Münchnern und stand seitdem nur selten in der Startelf, geschweige denn überhaupt auf dem Platz. Mit einem Marktwert von aktuell rund 30 Millionen Euro und einer starken Europameisterschaft mit Portugal dürfte sich der 19-Jährige sicher die ein oder andere Einsatzminute mehr erhofft haben. Dennoch steht im zweifelsohne eine große Zukunft bevor. 

Oliver Burke (RB Leipzig)

Für 15 Millionen Euro Ablöse kam der pfeilschnelle Oliver Burke von Nottingham Forest zu Aufsteiger RB Leipzig und gehört damit zu den teuersten Spielern der Bundesliga, die nur selten zum Einsatz kommen. Im System von Trainer Ralph Hasenhüttl wurde dem Schotten bislang meist die Rolle des Jokers zuteil, er kam bislang nur auf 390 von 2.250 möglichen Bundesligaminuten. Dennoch stärkten ihm sowohl Trainer Hasenhüttl als auch Sportchef Rangnick zuletzt den Rücken, bezeichneten ihn als Spieler mit großem Entwicklungspotenzial.

Leon Bailey (Bayer Leverkusen)

Erst im Winter kam der Jamaikaner Leon Bailey aus Belgien zu Bayer 04 Leverkusen und soll dort die Offensive verstärken. Doch nach 25 Spieltagen in der Bundesliga wird klar, die 13,5 Millionen Ablöse hat er noch nicht wieder mit Leistung zurückgezahlt. Der wieselflinke und erst 19-jährige Nationalspieler gilt als großes Talent, durfte sein zweifelsohne vorhandenes Können für die Werkself bislang allerdings noch nicht wirklich unter Beweis stellen. 

Borja Mayoral (VfL Wolfsburg)

Nach seiner Leihe vom spanischen Rekordmeister Real Madrid zum VfL Wolfsburg erhoffte sich der junge Spanier Borja Mayoral mit Sicherheit mehr Spielzeit, als er sie bei den Madrilenen bekam. Auch wenn die Konkurrenz anstatt Karim Benzema oder Alvaro Morata bei den Wolfsburgern mehr oder weniger "nur" Mario Gomez heißt, kommt der talentierte Mittelstürmer sowohl unter Ex-Coach Valerien Ismael als auch unter dem neuen Coach Andries Jonker nur selten zum Einsatz. Bislang kam das Eigengewächs der Königlichen in der Bundesliga nur zu 340 Minuten Spielzeit, erzielte dabei aber immerhin zwei Treffer. 

Davie Selke (RB Leipzig)

Derzeit in aller Munde ist wohl Stürmer Davie Selke vom Tabellenzweiten RB Leipzig. Der 22-Jährige kommt in der laufenden Saison meist nur von der Bank aus zum Einsatz und konnte sich bislang nur über zwei Startelfeinsätze in der Bundesliga freuen. Seit längerem wird der Ex-Bremer mit einem Sommerwechsel in Verbindung gebracht, eine Rückkehr an die Weser scheint aktuell nur eine von mehreren Optionen für den gebürtigen Schorndorfer. 

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