VAR-Zoff, Blutturban, Rot! Eintracht nach Pokal-Fight weiter

SPORT1
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Das Halbfinale im DFB-Pokal ist komplett.

Als letzte Mannschaft hat sich Eintracht Frankfurt für die Vorschlussrunde qualifiziert. Die Hessen gewannen am Mittwochabend ihr Viertelfinale gegen Werder Bremen mit 2:0. Das 1:0 erzielte Andre Silva nach einer umstrittenen Elfmeter-Entscheidung. Daichi Kamada sorgte nach einer knappen Stunde bereits für die Vorentscheidung.

In der Nachspielzeit sah Eintrachts Filip Kostic wegen eines üblen Fouls an Ömer Toprak die Rote Karte. Der Bremer musste nach Informationen von Werder-Trainer Florian Kohfeldt mit Verdacht auf Wadenbeinbruch ins Krankenhaus gebracht werden.

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Ilsanker mit Turban

Stefan Ilsanker von Eintracht Frankfurt (Photo by Alex Grimm/Bongarts/Getty Images)
Stefan Ilsanker von Eintracht Frankfurt (Photo by Alex Grimm/Bongarts/Getty Images)

Sinnbildlich für den Pokalfight stand Frankfurts Stefan Ilsanker, der schon in der ersten Halbzeit nach einem Zweikampf mit Davie Selke einen blutigen Cut im Gesicht davontrug und in der zweiten Hälfte über eine halbe Stunde lang mit einem Turban spielte. "Wenn man ihn anschaut, muss man sagen, dass er seinen letzten Blutstropfen gegeben hat. Er ist ein Mentalitätsmonster", lobte Sportvorstand Fredi Bobic bei Sky den Österreicher.

Trapp bewahrt Frankfurt vor Rückstand

In einer ausgeglichenen ersten Halbzeit hatte Bremen die besseren Chancen. Doch sowohl Selke als auch Maximilian Eggestein scheiterten am hervorragend aufgelegten Kevin Trapp im Tor der Eintracht.

In der Nachspielzeit ereignete sich dann die am heißesten diskutierte Szene des Spiels. Im Kopfballduell mit Timothy Chandler sprang Ludwig Augustinsson der Ball an die Hand. Schiedsrichter Felix Zwayer entschied nach Studium des Videobeweises auf Elfmeter. Nach langen Diskussionen verwandelte Andre Silva erst in der fünften Minute der Nachspielzeit den Strafstoß.

Augustinsson: "Das ist scheiße"

"Das ist scheiße. Ich gerate mit meinem Rücken an Chandler und dann kommt der Ball an mein Arm. Das ist eine Schiedsrichter-Entscheidung", sagte Augustinsson bei Sky. "Aber ich bin kein großer Fan vom VAR. Die Entscheidung dauert drei Minuten. Das war schwierig für uns."

Schiri Felix Zwayer beim VAR-Monitor (Photo by Christian Kaspar-Bartke/Bongarts/Getty Images)
Schiri Felix Zwayer beim VAR-Monitor (Photo by Christian Kaspar-Bartke/Bongarts/Getty Images)

Zwayer meinte zu der Situation, "das Kopfballduell war relativ unspektakulär. Nach einem Foul war das Spiel dann unterbrochen, als ich ein Signal aus Köln bekommen haben, dass dort ein mögliches Handspiel überprüft wurde. Ich habe mir die Situation dann auf dem Monitor angeschaut und auf Elfmeter entschieden."

In der zweiten Halbzeit war das Spiel nach Kamadas Kontertor zum 2:0, nachdem Bremen zu weit aufgerückt war, schon so gut wie entschieden.

Während sich Werder nun komplett auf den Kampf gegen den Abstieg in der Bundesliga konzentrieren kann, ist Frankfurt weiterhin in drei Wettbewerben vertreten.


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