Österreich legt bei WM Protest ein: "Sauerei", "Manipulation"

SPORT1
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Österreich legt bei WM Protest ein: "Sauerei", "Manipulation"
Österreich legt bei WM Protest ein: "Sauerei", "Manipulation"

Österreichs Verband hat nach dem vierten Platz von Skispringerin Marita Kramer bei der Nordischen WM in Oberstdorf Protest eingelegt. Die Jury hatte im zweiten Durchgang den Anlauf direkt vor der Halbzeitführenden Kramer verkürzt, mit dem letzten Sprung fiel die 19-Jährige aus den Medaillenrängen heraus.

ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel witterte deswegen Betrug. "Das ist eine Sauerei, das ist unglaublich, das ist Manipulation. Da wurde ohne jeden Grund verkürzt", sagte der 80-Jährige der Tiroler Tageszeitung.

In einer offiziellen Verbands-Mitteilung wird der Sportliche Leiter Mario Stecher zitiert: "Die 95 Prozent der Hillsize wurden in diesem Durchgang nicht erreicht, und trotzdem ist einen Verkürzung vonstatten gegangen. Letztendlich ist Marita bei schlechteren Bedingungen gesprungen. Uns geht es in erster Linie nicht darum, dass man den Wettkampf annulliert, sondern viel mehr darum, dass Leute, wie diejenigen, die heute an der Ampel oder in der Jury waren nicht mehr dort oben stehen."

Kramer war mit sensationellen 109 Metern im ersten Durchgang in Führung gesprungen, verlor den Spitzenplatz jedoch im zweiten Sprung.

Deutschland verpasste eine Medaille klar. Beste Deutsche war Katharina Althaus als Zehnte. Gold holte Ema Klimec aus Slowenien vor Maren Lundby und Sara Takanashi.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)