Zoff um Olympia-Eisbahn! Deutsche Rodler sauer

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Zoff um Olympia-Eisbahn! Deutsche Rodler sauer
Zoff um Olympia-Eisbahn! Deutsche Rodler sauer

Deutschlands beste Rodler blicken kurz vor dem Start in den Olympia-Winter mit wenig Verständnis auf die umfangreichen Baumaßnahmen für Peking 2022.

„Ich sehe das alles kritisch, bin aber auch von nichts anderem ausgegangen“, sagte Felix Loch im Gespräch mit dem SID: „Es ist alles übertrieben, überdimensional, es ist Protz, um der Welt zu zeigen, was sie können.“

Der Rekordweltmeister und die Rodler bestreiten an diesem Wochenende ihren Weltcup-Auftakt auf der neuen, komplett überdachten Bahn in Yanqing, auf der im Februar (4. bis 20.) auch die Olympia-Medaillen ausgefahren werden.

Loch: „Passt einfach nicht mehr in die Welt“

In den vergangenen Wochen fanden dort bereits Testwettbewerbe für die Bobsportler und Rodler statt.

„Es schaut schön aus“, man sei angesichts der Dimensionen hin- und hergerissen, sagte Loch: „Aber es passt einfach nicht mehr in die Welt, die sich ja gerade über Nachhaltigkeit Gedanken macht.“

Es gehe dabei "nicht nur um die Rodelbahn, sondern um alle Sportstätten hier."

Geisenberger auch irritiert von Peking

In Yanqing etwa 70 Kilometer von Peking entfernt ist neben der knapp zwei Kilometer langen Eisrinne auch das komplette Gebiet für die Ski-Alpin-Wettbewerbe neu entstanden, dazu eines von drei Olympischen Dörfern.

Auch aus Sicht von Natalie Geisenberger „erreicht das Dimensionen, bei denen man sich fragt: Was ist mit der Nachhaltigkeit?“, sagte die Olympiasiegerin.

Und weiter: „Wie geht es mit der Bahn nach Olympia weiter, was kostet das alles, wie steht das in einem Verhältnis? Diese Riesenhallen, die Gebäudekomplexe, Säulen, der ganze Beton.“

Loch fordert nachhaltige Lösungen

Loch fordert daher vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) eine konsequente Umsetzung dessen ein, was in der Agenda 2020+5 längst niedergeschrieben ist: Nachhaltige Lösungen schon bei der Vergabe der Spiele.

„Alles immer wieder komplett neuzubauen, das geht einfach nicht“, sagte der 32-Jährige.

„Und das braucht man nicht. Warum gehen wir nicht nach Lillehammer und bringen dort die Olympiastätten wieder auf Vordermann. Das wäre auch für den Nachwuchs dort in diesen Wintersportländern ein Riesengewinn. Das ist etwas, das man unbedingt machen muss.“

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