Übler Torwart-Patzer kostet Lok Sieg im Playoff-Hinspiel

SID
Sport1

Der SC Verl darf nach einem kuriosen Treffer in der Schlussphase auf den Aufstieg in die 3. Liga hoffen.

Im Playoff-Hinspiel der Regionalligen holten die Ostwestfalen (Regionalliga West) im Bruno-Plache-Stadion ein 2:2 (1:1) bei Lok Leipzig (RL Nordost) - Lok-Keeper Fabian Gudewitz ließ den Ball in der 88. Minute unbedrängt ins eigene Tor fallen und sorgte unfreiwillig für den späten Ausgleich. 


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Zuvor hatte Patrick Wolf (6.) die Gastgeber per Direktabnahme aus kurzer Distanz in Führung gebracht. Patrick Schikowski (45.+1) glich kurz vor der Pause nach einem schnell vorgetragenen Konter aus. Der in der Halbzeit eingewechselte Matthias Steinborn (56.) stellte die Führung für Lok mit einem sehenswerten Distanzschuss wieder her. Dann folgte der Aussetzer von Gudewitz.

Wolfs Team profitiert von Quotientenregelung 

Das Rückspiel am kommenden Dienstag (16.00 Uhr) findet definitiv nicht in Verl statt. Das Vereinsgelände des SC liegt nur rund 15 km entfernt vom Tönnies-Schlachthof in Rheda-Wiedenbrück, wo sich bislang mehr als 1500 Menschen mit dem Coronavirus infiziert haben. Als Alternative wird das Stadion von Bundesliga-Absteiger SC Paderborn gehandelt, wo Verl im Falle eines Aufstiegs auch seine Drittliga-Heimspiele austragen will. 


Verl, das in der DFB-Pokalsaison bis ins Achtelfinale gekommen war und dabei sogar den Bundesligisten FC Augsburg aus dem Wettbewerb geworfen hatte, profitierte vom Verzicht des West-Staffelsiegers SV Rödinghausen auf die Relegationsspiele. Lok Leipzig, trainiert von Ex-Bundesligacoach Wolfgang Wolf, wurde dank der Quotientenregelung zum Nordost-Meister gekürt, obwohl die punktgleiche VSG Altglienicke aufgrund des besseres Torverhältnisses die Tabelle angeführt hatte. 

Der Pokal-Halbfinalist 1. FC Saarbrücken (Südwest), der VfB Lübeck (Nord) und Türkgücü München (Bayern) stehen bereits als direkte Aufsteiger in die 3. Liga fest.

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