Deutsches Bob-Talent überrascht - auch Friedrich siegt

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Der Bob-Weltmeister ließ erneut keinen Zweifel an seiner Form - und bei den Frauen kam die neue Medaillen-Hoffnung beinahe aus dem Nichts: Francesco Friedrich und Laura Nolte haben knapp sechs Wochen vor der Heim-WM in Altenberg mit souveränen Siegen den Endspurt eingeleitet. Friedrich gewann am Samstag mit Anschieber Alexander Schüller den Zweier-Weltcup in La Plagne und feierte damit seinen zweiten Saisonsieg im kleinen Schlitten.

"Wir waren ganz gut, vor allem im ersten Lauf. Obwohl da ein paar kleine Fehlerchen waren, war der Lauf ziemlich schnell. Im zweiten Lauf lief es nicht ganz so, das müssen wir noch mal analysieren. Wir werden relativ schnell herausfinden, woran es gelegen hat. Dann bessern wir es aus und sind im nächsten Rennen wieder in beiden Läufen schnell", sagte Friedrich.


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Erste Verfolger des Oberbärenburgers waren der Lette Oskars Kibermanis und überraschend Michael Vogt aus der Schweiz. Der deutsche Zweier-Meister Richard Oelsner landete mit Tobias Schneider auf dem fünften Platz. Rückkehrer Nico Walther, der nach Verletzungspause sein erstes Zweier-Rennen der Saison bestritt, wurde mit Paul Krenz Siebter.

Mit Blick auf die WM (17. Februar bis 1. März) trägt im kleinen Schlitten ohnehin Friedrich den Großteil der Hoffnungen. Auf seiner Heimbahn in Altenberg winkt der sechste Zweier-Titel in Serie, das schaffte in der Geschichte des Sports noch niemand.

Nolte kann Sieg "gar nicht glauben"

Ganz am Anfang ihrer Laufbahn steht die deutsche Zweierbob-Meisterin Laura Nolte, die am Samstagmittag für eine große Überraschung in La Plagne sorgte. Bei ihrem erst zweiten Weltcup-Einsatz feierte sie gleich den ersten Sieg, die 21-Jährige gewann mit Anschieberin Deborah Levi vor der Kanadierin Christine de Bruin. Stephanie Schneider rundete mit Leonie Fiebig das aus deutscher Sicht starke Ergebnis als Dritte ab.

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"Wir haben schon nach dem ersten Lauf geführt, obwohl der nicht optimal war", sagte Nolte: "Deshalb wusste ich, dass sogar noch ein bisschen mehr drin ist. Aber jetzt kann ich es gar nicht glauben."

Olympiasiegerin Mariama Jamanka war mit Annika Drazek wie so oft in diesem Winter nur dritte Kraft bei den deutschen Frauen und wurde Fünfte hinter Kaillie Humphries (USA). Die zweimalige Olympiasiegerin führt den Gesamtweltcup weiter vor Schneider an.

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