100 Euro! Witzstrafe in der Formel 1

Vettel-Teamkollege Lance Stroll wird beim GP von Mexiko in der Boxengasse geblitzt. Der Verstoß ist minimal - und sorgt für eine kuriose Strafe gegen Aston Martin.

Vettel-Teamkollege Lance Stroll wird beim GP von Mexiko in der Boxengasse geblitzt (Bild: Chris Graythen/Getty Images)
Vettel-Teamkollege Lance Stroll wird beim GP von Mexiko in der Boxengasse geblitzt (Bild: Chris Graythen/Getty Images)

Diese Strafe klingt im Milliardengeschäft Formel 1 nach einem schlechten Witz.

Lance Stroll, Teamkollege von Sebastian Vettel bei Aston Martin, wurde am Samstag im 3. Freien Training zum Großen Preis von Mexiko in der Boxengasse geblitzt.

Anstatt der erlaubten 80 km/h war der Kanadier an seinem 24. Geburtstag mit 80,1 km/h unterwegs.

Klingt nach einer Lappalie, die Formel-1-Regularien aber sind strikt - und so erging um 12.37 Uhr Ortszeit das Dokument der Stewards mit der Nummer 20, in dem das Vergehen und die dazugehörige Strafe festgehalten wurden.

Stroll zu schnell: Kuriose Strafe für Aston Martin

Und da wird es endgültig kurios, denn: Aston Martin wurde mit einer Geldstrafe belegt - in Höhe von exakt 100 Euro!

Angesichts eines Jahresbudgets von knapp 130 Millionen Euro sollte der Rennstall diesen Betrag verschmerzen können - und allein deshalb auch nicht wieder mit der Kostengrenze in Konflikt kommen, die das Vettel-Team im vergangenen Jahr überschritten hatte.

Im Zweifelsfall kann sicherlich auch Stroll selbst für die Kosten seines Vergehens aufkommen: Bei einem kolportierten Jahresgehalt von knapp zehn Millionen Euro dürfte er die 100 Euro noch locker machen können.

Die Geburtstagslaune sollte ihm der kleine Zwischenfall in der Boxengasse jedenfalls nicht verhagelt haben - im Gegensatz zu Platz 18 im Qualifying, der für Stroll wegen einer Strafe aus dem USA-Rennen gleichbedeutend mit Startposition 20 im Rennen am Sonntag ist.

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