2. Bundesliga: HSV: Platzt der Strobl-Wechsel?

SPOX

Selbst bei einem Aufstieg des HSV in die erste Bundesliga könnte Tobias Strobl bei Borussia Mönchengladbach bleiben. Der Hamburger SV verlängert Aaron Opokus Vertrag bis 2024. Jonas Boldt sieht die Coronakrise als Herausforderung. Alle News und Gerüchte zum Hamburger SV findet Ihr hier.

Hamburger SV: Wechsel von Tobias Strobl droht zu platzen

Der schon sicher erschienene Wechsel von Tobias Strobl zum Hamburger SV droht unter anderem wegen der Coronakrise zu platzen. Eine Voraussetzung für Strobls Abgang bei Borussia Mönchengladbach zum HSV war, dass der Traditionsverein an der Elbe wieder in die erste Bundesliga aufsteigt.

Scrollen, um mit dem Inhalt fortzufahren
Anzeige

Das ist aufgrund der Coronakrise insofern schwieriger geworden, dass es unklar ist, ob der Spielbetrieb in der zweiten Bundesliga wieder aufgenommen werden kann. Außerdem ist noch ungeklärt, was bei einem vorzeitigen Saisonabbruch passieren würde. Der HSV befindet sich momentan zwar auf dem dritten Platz der zweiten Liga, hat in diesem Fall jedoch keine Garantie dafür, in der Relegation spielen zu dürfen.

Zusätzlich könnte Strobl bei den Fohlen noch eine Chance erhalten, sich zu empfehlen. Denn Stammspieler Denis Zakaria (23) hat sich eine Knochenabsplitterung im Knie zugezogen und könnte damit laut einem Bericht der Bild den Rest der Saison verpassen.

Strobl traf zuletzt keine Aussagen über seine sportliche Zukunft, sprach aber umso begeisterter von einem möglichen Saison-Fortsetzung. "Natürlich freue ich mich sehr darauf, wieder Wettkämpfe zu bestreiten", sagte der 29-Jährige der Bild: "Ohne Fans müssen wir uns selbst motivieren, gegenseitig anspornen, wir müssen heiß sein, um dann sofort wieder Höchstleistungen zu bringen. Was wir in dieser Saison bisher geleistet haben, wollen wir bestätigen - wir wollen unsere Platzierung verteidigen!"

HSV verlängert mit Offensiv-Talent Aaron Opoku

Der HSV hat den Vertrag des 21-Jährigen Aaron Opoku bis 2024 verlängert. Der Vertrag des Außenstürmers, der für die aktuell unterbrochene Saison zu Hansa Rostock geliehen wurde, wäre zum Sommer 2021 ausgelaufen.

"Ich bin überglücklich. Das Gefühl ist sehr motivierend und befriedigend, wenn man merkt, dass man gut gearbeitet hat und für seine Arbeit belohnt wird", wird der gebürtige Hamburger Opoku in einer öffentlichen Mitteilung zitiert: "Seit ich 12 bin, spiele ich beim HSV. Ich bin sehr dankbar für das, was mir der Verein gegeben hat. Für mich wäre es ein Traum, in meiner Heimatstadt in meinem Heimatverein im Profibereich aufzulaufen."

Opoku kam bei Hansa Rostock in 25 Pflichtspielen zum Einsatz und erzielte dort drei Tore und bereitete fünf weitere Treffer vor. Der Rechtsfuß stand schon in der vergangenen Saison sechsmal im Kader der Profimannschaft.

"Aaron ist ein im Club ausgebildeter Spieler, der schon vor seiner Leihe nach Rostock bei uns einen sehr guten Weg und in der bisherigen Saison bei Hansa einen großen Entwicklungsschritt gemacht hat", sagte HSV-Sportdirektor Michael Mutzel. "Wir freuen uns riesig, dass er sich langfristig an uns gebunden hat, weil wir glauben, dass sein Weg noch nicht beendet ist, sondern jetzt erst richtig anfängt."

HSV-Sportchef Boldt empfand "Fall Jatta" nicht als Krise

HSV-Sportvorstand Jonas Boldt hat den Ansatz, auch in schwierigen Situationen positiv zu bleiben. "Bis jetzt bin ich eigentlich durch alle Krisen ganz gut gekommen", sagte Boldt dem Abendblatt und führte aus: "Wobei es ja Definitionssache ist, was man alles als Krise bezeichnet. Grundsätzlich mag ich das Wort Krise nicht besonders. Ich spreche lieber von Herausforderungen. Jede Krise, jede noch so große Herausforderung hat auch ihre Chance."

Auch in der Identitäts-Debatte um HSV-Profi Bakery Jatta aus dem Vorjahr behielt Boldt laut eigenen Angaben einen kühlen Kopf. "Auch den Fall Jatta habe ich nicht als Krise empfunden", erklärte Boldt. Er habe nie an Jattas Identität gezweifelt: "Die Faktenlage sprach für ihn, und auch aus menschlicher Sicht gab es für uns keine Alternative."

2. Bundesliga: Die Tabelle der Saison 2019/20

Der Hamburger SV steht in der aktuell unterbrochenen Saison nur einen Punkt hinter dem VfB Stuttgart auf Rang drei. Im Falle eines vorzeitigen Abbruchs der Spielzeit aufgrund der Coronakrise hätten die Rothosen keine Chance mehr, diesen Rückstand aufzuholen.

Platz

Team

Sp.

Tore

Diff

Pkt.

1.

Arminia Bielefeld

25

50:24

26

51

2.

VfB Stuttgart

25

41:28

13

45

3.

Hamburger SV

25

48:28

20

44

4.

1. FC Heidenheim

25

34:26

8

41

5.

SpVgg Greuther Fürth

25

37:33

4

36

6.

SV Darmstadt 98

25

31:31

0

36

7.

Holstein Kiel

25

38:38

0

34

8.

FC Erzgebirge Aue

25

34:34

0

34

9.

Hannover 96

25

34:37

-3

32

10.

SSV Jahn Regensburg

25

36:42

-6

32

11.

FC Sankt Pauli

25

33:32

1

30

12.

VfL Osnabrück

25

32:35

-3

29

13.

SV Sandhausen

25

30:33

-3

29

14.

1. FC Nürnberg

25

34:45

-11

29

15.

VfL Bochum

25

40:45

-5

28

16.

SV Wehen Wiesbaden

25

31:43

-12

25

17.

Karlsruher SC

25

33:46

-13

24

18.

SG Dynamo Dresden

25

25:41

-16

24

Mehr bei SPOX: Corona: "Unklarer Befund" beim VfB

Lesen Sie auch