2. Liga: Tendenz Trennung: Walter vor Aus beim VfB

Mit dem 2:2 bei Hannover 96 am Samstag hat der VfB Stuttgart eine unter dem Strich enttäuschende Hinrunde in der 2. Liga abgeschlossen. Die Schwaben stehen deshalb angeblich kurz davor, Trainer Tim Walter zu entlassen.
Mit dem 2:2 bei Hannover 96 am Samstag hat der VfB Stuttgart eine unter dem Strich enttäuschende Hinrunde in der 2. Liga abgeschlossen. Die Schwaben stehen deshalb angeblich kurz davor, Trainer Tim Walter zu entlassen.

Mit dem 2:2 bei Hannover 96 am Samstag hat der VfB Stuttgart eine unter dem Strich enttäuschende Hinrunde in der 2. Liga abgeschlossen. Die Schwaben stehen deshalb angeblich kurz davor, Trainer Tim Walter zu entlassen.

31 Punkte aus 18 Spielen ergibt Platz drei: Eine Ausbeute, die für den hochambitionierten VfB, der in dieser Spielzeit auch aufgrund des angeblich höchsten Etats der Liga das eindeutige Ziel sofortiger Wiederaufstieg ausgegeben hat, zu wenig ist.

Dazu kommt die unattraktive Art und Weise, wie der Deutsche Meister von 2007 Fußball spielt. Viel Ballbesitz, kaum Druck nach vorne und damit wenig Unterhaltung für die Fans. So sprangen aus den vergangenen vier Partien fünf magere Pünktchen heraus.

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Besonders die erste Halbzeit in Hannover war desolat. Coach Walter erklärte dies mit den vorangegangenen Diskussionen um seine persönliche Zukunft. "Das hat die Jungs gehemmt", sagte er. Sein Team habe "ein bisschen Blei in den Beinen" gehabt.

Das ist sicherlich nur die halbe Wahrheit. Das Problem beim VfB ist, dass keine Fortschritte zu sehen sind. Die Auftritte und Ergebnisse seit der ersten Saisonpleite im Oktober gegen den SV Wehen Wiesbaden (1:2) haben bei den Verantwortlichen um Sportdirektor Sven Mislintat und dem Vorstandsvorsitzenden Thomas Hitzlsperger die Zweifel wachsen lassen.

Hitzlsperger: "Es gibt keine Garantien"

Deshalb, so berichtet es die in VfB-Fragen bestens informierte Stuttgarter Zeitung, gehe im Fall Walter "die Tendenz zur Trennung".

"Es gibt keine Garantien", sagte Hitzlsperger auf Walter angesprochen im SWR: "Natürlich analysieren wir die Hinrunde. Das ist unsere Pflicht, dass wir genau drauf schauen und abgleichen: Was haben wir uns zu Saisonbeginn erhofft und erwartet und was ist aktuell der Stand."

Erhofft wurden begeisternder Fußball und der souveräne Aufstieg. Beides lässt bislang sehr zu wünschen übrig. "Da kommt alles auf den Tisch", sagte Mislintat über die anstehende Analyse bei Sky: "Wir schauen uns die Tabelle an, wir schauen uns die Entwicklung an, wir schauen uns den Kader an und wir gucken, was wir besser machen können."

Und der Sportdirektor weiter: "Wir haben fünf Niederlagen und sind in Hannover in der ersten Halbzeit knapp an der sechsten vorbeigeschrammt. Das ist nicht die Bilanz eines Aufsteigers. Der gesamte Prozess wird durchleuchtet."

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