2. Liga: VfB Stuttgart: Ausgliederung und über 40 Millionen von Daimler?

Der Vorstand der Daimler AG hat die verbindliche Entscheidung getroffen, sich als strategischer Partner an der VfB Stuttgart 1893 AG zu beteiligen. Grundvoraussetzung ist allerdings eine Zustimmung zur Ausgliederung bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am 1. Juni 2017.

Der Vorstand der Daimler AG hat die verbindliche Entscheidung getroffen, sich als strategischer Partner an der VfB Stuttgart 1893 AG zu beteiligen. Grundvoraussetzung ist allerdings eine Zustimmung zur Ausgliederung bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am 1. Juni 2017.

"Wir bei Daimler wissen: Gerade in Zeiten, in denen es nicht rund läuft, gilt es weiter hart zu arbeiten, mutige Entscheidungen zu treffen - und immer an den Erfolg zu glauben", erklärte Dr. Dieter Zetsche, Vorstandsvorsitzender der Daimler AG.

"Was auch hilft, ist die Unterstützung von starken Partnern: Daimler ist dem VfB seit mehr als 100 Jahren eng verbunden. Wir sind davon überzeugt, dass die neue Vereinsführung, die Spieler und die Fans dafür sorgen werden, dass wir auf der Mercedesstraße bald auch wieder große sportliche Erfolge feiern können."

Es sei "ein Herzensanliegen, dazu unseren Beitrag zu leisten und unser Engagement beim VfB deutlich auszubauen", erklärte Zetsche weiter. "Wir freuen uns, wenn die Mitglieder dafür am 1. Juni die Voraussetzung schaffen."

Mehrheit von 75 Prozent erforderlich

Sollten die Mitglieder der Schwaben bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung ihre Zustimmung geben, stünde für den VfB ein wichtiger Ankerinvestor aus der Heimat bereit, dem in den kommenden Jahren weitere Partner folgen können.

Sofern die Mitglieder mit der erforderlichen Mehrheit von mindestens 75 Prozent für eine Ausgliederung stimmen, würde die Beteiligung folgendermaßen aussehen: Die Daimler AG würde sich im Falle eines Aufstieges gegen eine sofortige Zahlung von 41,5 Millionen Euro mit

11,75 Prozent an der AG beteiligen. Dies würde einem Unternehmenswert des VfB von mehr als 350 Millionen Euro entsprechen.

Ziel: Mehr als 100 Millionen Euro

Darüber hinaus wäre die Zusage für diesen Fall verbunden mit dem Bekenntnis zur Erweiterung des Sponsorings beim VfB. Mit der Daimler AG als Ankerinvestor könnte der VfB dem gesetzten Ziel näher kommen, in den kommenden Jahren mehr als 100 Millionen Euro für die maximal 24,9 prozentige Minderheitsbeteiligung von Partnern zu erlösen.

Da der Unternehmenswert bei einem Verbleib in der 2. Liga geringer wäre, wurde zudem vereinbart, dass sich die Daimler AG im Falle eines Nicht-Aufstiegs vorerst nur mit 5 Prozent für 10,5 Millionen Euro beteiligt. Die Erlöse werden vollumfänglich in den Profi- und Nachwuchsbereich investiert und aus dieser Anschubfinanzierung sollen zudem weitere Zusatzeinnahmen im Sponsoring und über die TV-Verträge generiert werden können.

Entsprechend zufrieden zeigte sich auch VfB-Präsident Wolfgang Dietrich: "Wir sind stolz darauf, dass sich die Daimler AG nach guten und partnerschaftlichen Gesprächen als strategischer Ankerinvestor mehr als je zuvor zum VfB bekennt und unseren Weg zurück zum Erfolg nicht nur mitgehen, sondern auch aktiv unterstützen will. Wir sind davon überzeugt, dass dieses Bekenntnis und der Ausbau unserer jahrzehntelangen Partnerschaft die Basis für eine erfolgreiche Zukunft für den VfB bildet."

Weitere Informationen und Details zur Ausgliederung sollen in den kommenden Tagen und Wochen folgen.

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