Belgien und Ungarn: Formel-1-Verträge um ein Jahr verlängert

Norman Fischer
motorsport.com

Der Hungaroring hat seinen bis 2026 laufenden Vertrag mit der Formel 1 vorzeitig um ein weiteres Jahr verlängert. Damit gastiert die Königsklasse bis mindestens 2027 vor den Toren der ungarischen Hauptstadt Budapest. Gleichzeitig wurde ein deutlich geringeres Antrittsgeld vereinbart - und das nicht nur für das anvisierte Geisterrennen am 19. Juli.

"Wir haben uns mit Liberty Media zusammengetan, wie wir die fehlenden Einnahmen ausgleichen können, denn die organisatorischen Kosten sind bei einem Geisterevent nicht geringer", sagt Zsolt Gyulay, Geschäftsführer von Hungaroring Sport. Er könne zwar keine genauen Zahlen nennen, "aber die Antrittsgelder umfassen nur einen Bruchteil von einem offenen Event."

Wie genau der Deal mit Liberty Media aussieht, ist nicht bekannt. Allerdings ist nicht davon auszugehen, dass die Strecken ohne Gegenleistung eine Gebühr an die Formel 1 entrichten.

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Im Fall von Budapest können die Organisatoren dafür zwei Erfolgsmeldungen verbuchen: Einerseits wurde der Vertrag mit der Formel 1 um ein Jahr auf 2027 verlängert, auf der anderen Seite hat sich die jährliche Erhöhung des Antrittsgeldes reduziert.

"Wir sparen dem Staat damit mehrere Milliarden Forint", betont Gyulay. "Ich kann nur sagen, dass wir weise waren und eine Menge gespart haben."

Auch Ungarn war übrigens bereit, zwei Rennen auszutragen, wie es Spielberg und Silverstone tun und es bei anderen Strecken wie Sotschi im Raum steht. Vor allem im Fall eines verhinderten Events in Großbritannien wäre man bereitgestanden, "aber glücklicherweise hat sich die Pandemie in den anderen Ländern ebenfalls verbessert", sagt Ungarns Minister für Innovation und Technologie, Laszlo Palkovics.

UPDATE: Gleichzeitig kann auch Spa-Francorchamps eine Verlängerung des gültigen Vertrags vermelden. Die belgische Rennstrecke wird die Formel 1 bis 2022 begrüßen können. Zuvor galt der Vertrag nur bis 2021.

Spa ist eine der Rennstrecken, die 2020 Geisterrennen in der Formel 1 abhalten. Laut Grand-Prix-Chefin Vanessa Maes wird der Event in diesem Jahr außerhalb des aktuellen Vertrages organisiert, was eine Verlängerung des Vertrags möglich macht.

"Das Rennen ohne Zuschauer zu organisieren, ist natürlich eine Enttäuschung für die Zuschauer und Rückschlag für die Region in Sachen wirtschaftlicher Vorteile", sagt Walloniens Wirtschaftsminister Willy Borsus. "Aber durch die Bedingungen, die mit der FOM ausgehandelt wurden, kann die Region die Verluste minimieren und die Grands Prix 2021 und 2022 sicherstellen.

Mit Bildmaterial von LAT.

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