24h Le Mans 2020 mit reduzierter Zuschauerzahl, Ticketverkauf gestoppt

Heiko Stritzke
motorsport.com

Gute Nachrichten für alle, die bereits ihre Tickets für das 24-Stunden-Rennen von Le Mans 2020 bestellt haben - schlechte für diejenigen, die das noch tun wollten: Die bisher verkauften Eintrittskarten für das Großevent vom 17. bis 20. September behalten ihre Gültigkeit. Allerdings ist der weitere Verkauf seit Mitternacht gestoppt.

Im Zuge der COVID-19-Krise werden auch die 24 Stunden von Le Mans ihr Zuschaueraufkommen reduzieren müssen. Der Veranstalter ACO will nicht ausschließen, dass der Verkauf noch einmal geöffnet wird, sollten die Behörden das zulassen.

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"Bei der diesjährigen Ausgabe der 24 Stunden von Le Mans werden Solidarität und Verantwortung mehr als nur Worte sein", sagt ACO-Präsident Pierre Fillon. "Diese Prinzipien sind die Grundlage eines Events, das Zusammenhalt und Brüderlichkeit zelebriert." Bemerkenswert: "Brüderlichkeit" (fraternite) war eines der Schlagworte der Französischen Revolution.

"Wir haben immer an vorderster Front gestanden, wenn es darum ging, die Sicherheit mit technischen Maßnahmen zu verbessern und für nachhaltige Mobilität zu stehen", so der Franzose weiter. "Verantwortung ist eines unserer Kernprinzipien. Wir sind uns sicher, dass unsere treuen Fans unsere Position verstehen und diese Entscheidung mittragen werden."

Fillon verspricht, dass das Zuschauererlebnis trotz der verringerten Zahl an Fans erhalten bleiben und "erstklassig" sein wird. Er weiß: "Natürlich werden wir dieses Jahr keine Zuschauerrekorde aufstellen." Zu den 24 Stunden von Le Mans kommen in der Regel 250.000 Menschen.

Es ist außerdem zu erwarten, dass die traditionelle Fahrerparade in der Innenstadt von Le Mans am Freitagnachmittag vor dem Rennen ausfallen wird. Den momentanen Richtlinien der französischen Regierung zufolge dürfen sich maximal 5.000 Menschen versammeln. Das sind zu wenig.

Mit Bildmaterial von LAT.

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