24h Le Mans 2020 werden auf September verschoben

Sport1


Aufgrund der COVID-19-Pandemie werden die 24 Stunden von Le Mans 2020 am 19. und 20 September stattfinden. Das hat der Veranstalter Automobile Club de l'Ouest (ACO) am späten Mittwochnachmittag offiziell verkündet.

Damit wird es wie vergangenes Jahr im Juni eine Back-to-back-Veranstaltung mit dem 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring geben, das für die darauffolgende Woche angesetzt worden ist. Auch wird sich das Nachholrennen mit dem Großen Preis von Singapur der Formel 1 überschneiden.

Scrollen, um mit dem Inhalt fortzufahren
Anzeige

Die 88. Auflage des berühmtesten Langstreckenrennens der Welt hätte eigentlich am 13. und 14. Juni über die Bühne gehen sollen. Doch die Coronavirus-Pandemie gefährdet mittlerweile Veranstaltungen bis in den Sommer hinein.

"Die 24 Stunden von Le Mans zu verschieben ist derzeit die angemessenste Art und Weise, auf die derzeitigen außergewöhnlichen Umstände zu reagieren", sagt ACO-Präsident Pierre Fillon. WEC-Chef Gerard Neveu ergänzt: "Es ist angesichts der jetzigen Situation die richtige Entscheidung."

Ein Fragezeichen schwebt noch über dem Le-Mans-Testtag, der normalerweise zwei Wochen vor dem Rennen stattfindet. Auf diesen Termin wurde aber bereits das 24h-Motorradrennen auf dem Circuit Bugatti verschoben.

Die Verschiebung hat auch Folgen für den Start der Saison 2020/21 der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC). Dieser war ursprünglich für den 5. September 2020 vorgesehen. Die 6 Stunden von Monza hätten am 4. Oktober stattgefunden. Auch der Kalender der europäischen Le-Mans-Serie (ELMS) muss aufgrund des neuen Datums angepasst werden.

Was mit diesen Rennen passiert, wurde noch nicht kommuniziert. Fillon und Neveu versprechen, sich "in den kommenden Tagen" zu den neuen Kalendern zu äußern. "Die Sicherheit und Qualität unserer Events wird nicht darunter leiden", verspricht Fillon.

Angesichts des knappen Zeitplans für die neuen Hypercars haben wohl die wenigsten Teams der Topkategorie etwas gegen eine Verschiebung des Saisonstarts einzuwenden.

Die 24 Stunden von Le Mans sind essenzieller Bestandteil des Kalenders. Nach Paragraph 1.4.2 des Sportlichen Reglements der WEC müssen die 24 Stunden von Le Mans stattfinden, damit ein offizieller WM-Kalender gewährleistet ist.

Es ist nicht das erste Mal, dass das Langstreckenrennen verschoben werden muss: 1968 fanden die 24 Stunden von Le Mans ebenfalls im September statt. Grund waren damals soziale Unruhen in Frankreich. 1936 musste das Rennen aufgrund von Protesten nach mehreren Verschiebungen gar abgesagt werden. Ansonsten fand das Rennen nur 1923 nicht im Juni statt - damals ging es planmäßig im Mai über die Bühne.

© Motorsport-Total.com

Lesen Sie auch