24h Le Mans virtuell: rFactor erklärt, was bei Verstappen & Alonso schiefging

Filip Cleeren
motorsport.com

Die virtuellen 24 Stunden von Le Mans markierten am vergangenen Wochenende einen Meilenstein im Sim-Racing. Das Rennen, das am ursprünglichen Termin der realen 24 Stunden von Le Mans als ein 24-stündiges E-Sport-Rennen ausgetragen wurde, war dem echten Langstreckenklassiker erstaunlich ähnlich. Dazu gehörten auch einige technische Probleme.

Fernando Alonso wurde gleich in der ersten Stunde Opfer eines "Glitchtes"

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Fernando Alonso wurde gleich in der ersten Stunde Opfer eines "Glitchtes" Xynamic
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War es bei Verstappen die zehnte Rennstunde, in der er unverschuldet in Führung liegend abflog, so wurde Alonso direkt in der ersten Stunde des Rennens Opfer eines sogenannten "Glitches", den Offermans einerseits der Simulation zuschreibt, anderseits einem unglücklichen Timing.

Zu Beginn des Rennens wurde Alonso mit einer Stop-and-Go-Strafe belegt, weil er in Tertre Rouge den Porsche von Simona de Silvestro übersehen hatte und mit diesem kollidiert war. Alonso erhielt die Strafe genau in dem Moment, als er zum ersten Boxenstopp kam. Die Folge davon war, dass der Tankstopp nicht funktionierte und dem Alonso-Auto in der nächsten Runde der Sprit ausging.

"Da haben wir einen kleinen Fehler gemacht", räumt Offermans ein und erklärt: "Wenn ein Fahrer eine Strafe erhält, lässt sich im Boxenstopp-Menü auswählen, ob die Strafe sofort abgesessen werden soll oder ob man erst einen normalen Boxenstopp machen will. Man kann aber nicht gleichzeitig eine Strafe absitzen und einen Boxenstopp absolvieren."

"Als die Rennleitung die Strafe verkündete", so der rFactor-Boss weiter, "haben wir sie sofort verhängt. Das war unmittelbar bevor Alonso an die Box kam. Er hatte also kaum Zeit, seine Einstellungen im Boxenstopp-Menü zu ändern, um zunächst lediglich einen normalen Boxenstopp einzulegen. Das war unser Fehler."

"Von da an haben wir dann sichergestellt, dass wir Strafen erst dann verhängen, wenn das betroffene Auto entweder gerade über die Start/Ziel-Linie gekommen ist oder gerade einen Boxenstopp eingelegt hat - einfach, um dem Fahrer genügend Zeit zum Reagieren zu geben", so Offermans.

Für die Zukunft hofft man bei Studio 397 auf weitere virtuelle Groß-Events

Für die Zukunft hofft man bei Studio 397 auf weitere virtuelle Groß-Events <span class="copyright">Xynamic</span>
Für die Zukunft hofft man bei Studio 397 auf weitere virtuelle Groß-Events Xynamic

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Ungeachtet der "Glitches", die teilweise auf die Simulation rFactor 2, teilweise auf eine instabile Internetverbindung zurückzuführen waren, und ungeachtet der beiden Server-Neustarts, die zusammen eine Stunde Racing kosteten, ist der Chef von Studio 397 mit der Resonanz auf das Event zufrieden. Er hofft, dass sein Team in Zukunft darauf aufbauen kann.

"Zahlenmäßig war es das größte Sim-Racing-Event aller Zeiten. Es war also definitiv ein Meilenstein. Diesen Aufschwung wollen wir nutzen und dem Sim-Racing einen festen Platz einräumen - auch dann, wenn die realen Rennen wieder aufgenommen werden", so Offermans.

"E-Sport ist ein Sport, der die gleichen Fähigkeiten nutzt und fordert wie der echte Sport. Das beste Beispiel dafür war die Tatsache, dass die echten Rennfahrer ihren Sim-Racing-Kollegen sehr nahe kamen", bemerkt Offermans und schließt mit den Worten: "Unser Ziel ist es jetzt, weitere solcher Events zu organisieren, um die Unterschiede zwischen beiden Welten weiter zu verringern."

Mit Bildmaterial von Xynamic.

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