3. Liga. Frankfurt stellt Insolvenzantrag, Neun-Punkte-Abzug für Aalen

SID
Drittligaklubs lehnen radikale Reform zum Regionalliga-Aufstieg ab

Die schwere Krise des abstiegsbedrohten Fußball-Drittligisten FSV Frankfurt hat einen weiteren Tiefpunkt erreicht. Wie der Klub am Dienstag mitteilte, hatte er am Vormittag einen Antrag auf Insolvenz gestellt. Als Grund gaben die Hessen, die damit vor dem Abstieg in die Regionalliga stehen, Zahlungsunfähigkeit an.
"Das war der erste Schritt, den wir als richtig und notwendig erachten, um den Überlebenskampf des FSV zu gewinnnen", sagte der neue Präsident Michael Görner am Dienstag bei einer kurzfristig angesetzten Pressekonferenz und meinte: "Unser Wunsch ist, in der nächsten Saison den Spielbetrieb in der Regionalliga zu ermöglichen." Als Insolvenzverwalter fungiert Fabio Algari.
Wie der Deutsche Fußball-Bund (DFB) bestätigte, sieht die Spielordnung im Falle eines Insolvenzantrags den Abzug von neun Punkten vor. Damit würde der FSV, der erst im vergangenen Sommer aus der 2. Liga abgestiegen war, mit dann nur noch 23 Punkten auf den letzten Tabellenplatz abrutschen. Schon mit derzeit 33 Zählern beträgt der Abstand auf das rettende Ufer fünf Punkte.
Weiterhin gab der DFB am Dienstag bekannt, dass er die Beschwerde des Drittligisten VfR Aalen gegen den Abzug von neun Punkten bereits am Montag zurückgewiesen hatte. Für die Schwaben bleibt damit nur noch der Gang vor das DFB-Bundesgericht. Auch Aalen hatte im Februar einen Antrag auf Insolvenz gestellt und fällt mit nur noch 41 Punkten von Platz vier auf Position 13 zurück.



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