3. Liga: Kallnik für neuen TV-Gelder-Schlüssel und mehr Unabhängigkeit

3. Liga: Kallnik für neuen TV-Gelder-Schlüssel und mehr Unabhängigkeit
3. Liga: Kallnik für neuen TV-Gelder-Schlüssel und mehr Unabhängigkeit

In der Debatte über die finanzielle Stabilität der 3. Liga hat Vereinsvertreter Mario Kallnik aus dem zuständigen Ausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) für eine neue Verteilung von TV-Geldern und mehr Eigenständigkeit plädiert. Angesichts eines Rekordverlustes der Spielklasse in der vergangenen Saison sprach sich der Geschäftsführer des 1. FC Magdeburg dafür aus, die 20 Klubs stärker an den Fernseheinnahmen der 2. Liga teilhaben und sich künftig nach Vorbild der beiden oberen Profiligen organisieren zu lassen.
Würden, sagte Kallnik dem Fachmagazin Sponsors, die Drittliga-Vereine auch einen Teil der von der Deutschen Fußball Liga (DFL) zentral an die Zweitliga-Klubs verteilten TV-Gelder erhalten, könnten die Zweitligisten damit "immer noch gut leben" und die 3. Liga könne wirtschaftlich tragfähiger werden. Zudem wäre dadurch für Zweitliga-Vereine die "Fallhöhe bei einem etwaigen Abstieg in die 3. Liga nicht so groß". 
Gleichzeitig bezeichnete der Ex-Profi die Abhängigkeit der beim DFB angesiedelten Drittligisten von regionalverbandspolitischen Interessensvertretern als "zu groß" und als "ernsthafte Bedrohung einer sportlich funktionierenden Struktur innerhalb der drei Profiligen und somit für den deutschen Fußball insgesamt". Die 3. Liga sollte wie die Klubs der DFL "ihre Interessen zukünftig unabhängig und selbst vertreten".
Der zuständige DFB-Abteilungsleiter Manuel Hartmann widersprach Kallniks Einschätzungen. Die bloße Steigerung von Einnahmen sei nicht der einzige Weg zu wirtschaftlicher Balance, sagte Hartmann und fügte hinsichtlich der Frage nach mehr Eigenständigkeit hinzu, dass die Liga "unter dem starken Dach des DFB" mehr Möglichkeiten als alleine habe und die Mehrheit der Vereine die Situation ebenso beurteile.



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