Beckham sieht sich als Opfer in der Uhren-Affäre

Odell Beckham Jr. steht für Spektakel.

Der NFL-Superstar sorgt nicht nur mit verrückten Aktionen auf dem Feld für Aufsehen - auch für seinen ausgefallenen Sinn in Sachen Mode ist der Wide Receiver der Cleveland Browns bekannt.

Bei der 43:13-Niederlage zum Saisonauftakt gegen die Tenessee Titans konnte "OBJ" nur selten sportlich glänzen, mit einem ungewöhnlichen Accessoire sorgte er dennoch für Schlagzeilen.

DAZN gratis testen und die NFL live & auf Abruf erleben | ANZEIGE

Der 26-Jährige lief gegen die Titans mit einer Uhr am linken Handgelenk auf, die offenbar saftige 350.000 Dollar (rund 317.000 Euro) wert ist. Diversen Medienberichten zufolge handelte es sich um einen Richard Mille 11-03 Flyback Chronograph.

Uhr sorgt für Aufregung

Beckham war bei der deutlichen Auftakt-Niederlage bester Wide Receiver seines Teams. Er fing sieben Bälle für 71 Yards. Ein Touchdown wollte ihm nicht gelingen. Doch nach dem Spiel rückte das Sportliche in den Hintergrund. Es wurde nur noch über die Uhr diskutiert.

Einige Fans warfen ihm vor, sich zu sehr in den Vordergrund zu spielen und das Team zu vernachlässigen.

Beckham sieht sich als Opfer

OBJ hingegen kann den Rummel um seinen Armschmuck überhaupt nicht nachvollziehen.

"Ich werde die Uhr weiter tragen. Genauso, wie ich sie jeden Tag im Training und unter der Dusche trage. Sie gehört zu mir", verteidigte er die Uhr als einen Alltagsgegenstand.

Dazu sieht er sich in dieser Situation eher als Opfer. "Wenn irgendjemand anders die Uhr getragen hätte oder sie nur 20 Dollar wert wäre, würde niemand darüber reden", beklagte er sich über die in seinen Augen unfaire Behandlung und fügte hinzu: "Das ist einfach mein Leben. Wenn das nicht das Problem wäre, wäre es etwas anderes. Hätte ich die Uhr nicht getragen, hätten sich die Leute beklagt, wie ich mir die Schuhe binde."

Andere Spieler tragen auch Schmuck

Von der NFL wird die Uhr übrigens wohl eher kein Nachspiel haben. Wie der NFL-Reporter Ian Rapoport auf Twitter schreibt, verstieß Beckham damit zwar gegen eine Regel, die harte Gegenstände verbietet, eine Strafe stehe allerdings wohl nicht zu befürchten. Die NFL werde den Superstar lediglich auf die Regel hinweisen.

Jetzt aktuelle NFL-Fanartikel kaufen - hier geht's zum Shop | ANZEIGE

Auch hier sieht sich der Superstar im Recht. "Schaut ins Regelbuch. Es besagt, man darf keinen Schmuck tragen. Aber die Uhr ist aus Plastik. Andere Spieler tragen Knieschienen, die härter sind. Die nehmen sie auch nicht ab. Jeder hat Schmuck an. Ich habe mir also nichts vorzuwerfen."