5:1 in Kiel - Köln mit Köpfchen zum Klassenerhalt

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5:1 in Kiel - Köln mit Köpfchen zum Klassenerhalt
5:1 in Kiel - Köln mit Köpfchen zum Klassenerhalt

Mit Köpfchen zum Klassenerhalt: Drei Kopfballtore binnen zehn Minuten haben den 1. FC Köln doch noch vor dem Bundesliga-Abstieg gerettet. Der dreimalige Meister gewann das Relegationsrückspiel bei Holstein Kiel ungefährdet 5:1 (4:1) und machte damit seine 0:1-Heimspielniederlage aus dem Hinspiel wieder wett.

Zwei Treffer des Schweden Sebastian Andersson in der 6. und 13. Minute waren die Basis für den verdienten Erfolg. Ebenfalls per Kopfball hatte FC-Kapitän Jonas Hector seine Mannschaft (3.) in Führung gebracht. Lee Jae-Sung glich für Kiel kurzfristig aus (4.), ehe Rafael Czichos (39.) erneut für die Gäste traf - allerdings per Volleyschuss. Ellyes Shkiri (84.) machte alles klar.

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther hatte auf der VIP-Tribüne kaum an seinem Bier genippt, da war die Partie eigentlich schon gegen den Zweitliga-Dritten gelaufen. Hilflos musste der Landesvater, mit beflocktem Trikot und Fanschal ausgestattet, zuschauen, wie die Platzherren den Start total verschliefen.

Jede Flanke, jeder Eckball bedeutete Gefahr, die Defensive wirkte total unsortiert. Die klassenhöheren Domstädter nutzten diese Nachlässigkeiten gnadenlos aus. FC-Coach Friedhelm Funkel klatschte sich am Spielfeldrand fast die Hände wund.

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Ganz anders war die Gemütslage bei Funkels Trainerkollege Ole Werner. Immer wieder raufte sich der 33-Jährige die spärlichen Haare, seine Rufe nach mehr Konzentration verhallten weitgehend ungehört. Die Kölner zogen sich nach der schnellen Führung zurück, behielten aber dennoch die Spielkontrolle.

Was auch damit zusammen hing, dass die Gastgeber Janni Serra schmerzlich vermissten. Der zu Arminia Bielefeld wechselnde Torjäger fehlte wegen einer Oberschenkelzerrung im Sturmzentrum von Holstein. Anders als beim Kieler Pokaltriumph gegen Bayern München hatte der Ex-Bremer Fin Bartels einen schwachen Tag erwischt.

Nach dem Seitenwechsel gaben die Westdeutschen ihre nach dem frühen Vorsprung auf Sicherheit bedachte Spielweise auf und wurden offensiver. Die Platzherren hatten darauf keine Antwort. Wie schon zuletzt im Zweitliga-Endspurt machte sich die Belastung der zahlreichen pandemiebedingten Nachholspiele bemerkbar. Daran konnten auch die im Rahmen eines Modellversuchs zugelassenen 2334 Zuschauer nichts ändern.

Je länger die Partie dauerte, desto mehr konnten sich die Norddeutschen bei Torhüter Ioannis Gelios bedanken, dass die Niederlage nicht noch deftiger ausfiel. Der Holstein-Keeper verhinderte im Verlauf der zweiten Halbzeit weitere Gegentore.

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