Ab September: FIA friert Boxenstopp-Werkzeuge ein

Stefan Ehlen
motorsport.com

Eigentlich hätten es Einheitsteile werden sollen. Doch von diesem Plan ist der Automobil-Weltverband (FIA) nun wieder abgerückt. Aber: Die Kosten für die Boxenstopp-Ausrüstung der Formel-1-Teams sollen trotzdem gesenkt werden. Das geschieht nun mittels einer neuen Technischen Direktive, die Werkzeuge wie Schlagschrauber und Wagenheber ab 30. September 2020 offiziell einfriert.

Das bedeutet: Eine Weiterentwicklung der Ausrüstungsgegenstände ist vorerst noch erlaubt, ab dem genannten Zeitpunkt im Herbst aber nicht mehr. So will die FIA sicherstellen, dass in diesem Bereich kein unnötiges Wettrüsten und damit verbundene Kosten entstehen.

Nach dem 30. September 2020 dürfen nur noch Details verändert werden, zum Beispiel an den Wagenhebern, um einer geänderten Fahrwerkshöhe Rechnung zu tragen. Allerdings muss für Anpassungen dieser Art jeweils die Erlaubnis des Weltverbands eingeholt werden.

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Zunächst gilt es für die zehn Formel-1-Teams, bis zum 22. Juli 2020 eine Liste mit der kompletten Boxenstopp-Ausrüstung einzureichen. Sofern der Weltverband im Nachgang über etwaige Änderungen in Kenntnis gesetzt wird, darf diese Dokumentation bis 30. September noch modifiziert werden. Erst dann wird sie final.

Einheitsteile sind damit allerdings nicht endgültig vom Tisch: Sie könnten irgendwann "in der Zukunft" trotzdem eingeführt werden, wie es vom Weltverband heißt. Warum nicht schon jetzt? Die FIA erklärt bei 'Formula1.com': "Weil dann alle Teams neue Ausrüstungsgegenstände hätten kaufen müssen, und das hätte die Kosten angehoben."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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