Abschlussbericht zum Sala-Tod: Pilot flog zu schnell

Sportinformationsdienst
Sport1

Zum tragischen Absturz des Flugzeuges mit dem argentinischen Fußballprofi Emiliano Sala an Bord hat eine Vielzahl an Ursachen geführt.

Wie die Experten der britischen Untersuchungsbehörde AAIB am Freitag mitteilten, war Pilot David Ibbotson im Januar 2019 zu schnell geflogen und hatte daraufhin die Kontrolle verloren. Außerdem soll eine vorausgegangene Kohlenmonoxidvergiftung ein weiterer Grund für den Absturz der Maschine gewesen sein.

Bei der Obduktion von Salas Leichnam waren bereits im August vergangenen Jahres fatal hohe Carboxyhämoglobin-Werte festgestellt worden, diese führen zu Sauerstoffmangel. Es wird vermutet, dass die Vergiftung durch eine defekte Kabinenheizung verursacht wurde.

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Zudem bestätigte die AAIB auch, dass Ibbotson keine Lizenz hatte, den speziellen Flugzeugtypen zu fliegen. Auch nicht zur Nachtzeit, als sich die Tragödie ereignete. 

"Bei diesem Unfall verlor der Pilot während einer Kurve, die er unserer Meinung nach machte, um dem schlechtem Wetter aus dem Weg zu gehen, die Kontrolle über das Flugzeug", sagte Chef-Ermittler Geraint Herbert der französischen Nachrichtenagentur AFP.

Der Argentinier Sala, der beim FC Nantes in Frankreich spielte, hatte einen Vertrag bei Cardiff City in der Premier League unterschrieben. Doch das Privatflugzeug mit dem 28-Jährigen und dem britischen Piloten verschwand am 21. Januar auf dem Flug von Nantes nach Cardiff rund 20 Kilometer nördlich der Kanalinsel Guernsey vom Radar. Nach langer Suche wurde das Wrack gefunden, Salas Leichnam wurde identifiziert.

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