Dicker Kaymer-Zahltag für 12. Platz

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Dicker Kaymer-Zahltag für 12. Platz
Dicker Kaymer-Zahltag für 12. Platz

Der abgesetzte Ryder-Cup-Kapitän Henrik Stenson hat bei seinem Debüt auf der umstrittenen LIV-Golftour triumphiert und dabei einen Millionen-Jackpot geknackt - während der früheren deutschen Nummer 1 Martin Kaymer ein 12. Platz für einen ebenfalls noch großen Zahltag reichte.

Der 46 Jahre alte Schwede Stenson setzte sich beim Einladungsturnier auf Donald Trumps Kurs in Bedminster/New Jersey vor den Amerikanern Matthew Wolff und Dustin Johnson durch. Martin Kaymer (Mettmann) kam auf Platz zwölf und kassierte knapp eine halbe Million Dollar.

Mit einem zwölften Platz hat Kaymer auf der LIV-Tour damit also mehr kassiert als in mehreren Kalenderjahren auf der PGA-Tour, auch als er sportlich noch erfolgreicher war. Im Jahr 2014, als er die US Open gewann, soll Kaymer rund 4,5 Millionen kassiert haben, seitdem „nur“ noch sechsstellig.

Umstrittene LIV-Tour: Stenson zuletzt im Zentrum des Wirbels

Die LIV-Serie lockt mit enormen Antritts- und Preisgeldern - und sie spaltet die Golfwelt. Menschenrechtler werfen Organisatoren und Spielern vor, sich an Saudi-Arabiens „Sportswashing“ zu beteiligen. Die etablierte PGA-Tour bekämpft die neue Serie vor allem aber auch, weil sie ihr Geschäft bedroht und ihren Nimbus als alles definierende Instanz im Sport infrage stellt.

„Ich denke, wir können uns darauf einigen, dass ich wie ein Kapitän gespielt habe“, sagte Stenson nach seinem Erfolg im Trump National Golf Club: „Es waren zehn ereignisreiche Tage, und ich bin sehr stolz darauf, dass ich es geschafft habe, mich so gut zu konzentrieren.“ Für den Sieg in der Einzelwertung bekam er vier Millionen Dollar, 375.000 Dollar kamen für Platz zwei im Team dazu.

Stenson hatte Ende Juli sein Amt als Europa-Kapitän für den Ryder Cup 2023 (25. September bis 1. Oktober in Rom) verloren, nachdem er seine Startzusage für die vom saudischen Staatsfonds finanzierte Tour gegeben hatte. Im März war der frühere British-Open-Sieger als Kapitän für den Golf-Vergleich zwischen Europa und den USA bestätigt worden. Das Turnier in Bedminster war mit 20 Millionen Dollar dotiert.

Das dritte von insgesamt acht Turnieren wurde erneut begleitet von Kritik der Angehörigen der Opfer der Terroranschläge am 11. September 2001 in New York. Ex-Präsident Donald Trump dagegen lobte die Serie und schlug auf dem von seiner Trump Organization verwalteten Platz beim Pro-Am-Turnier selbst ab.

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Mit Sportinformationsdienst (SID)

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