Nach positivem Coronatest: HBL-Chef fordert engen Dialog

SPORT1
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Geschäftsführer Frank Bohmann von der Handball-Bundesliga (HBL) hat nach dem positiven Coronatest eines deutschen Nationalspielers einen engen Dialog der Verbände mit den Klubs in Fragen der Abstellungen für Länderspiele gefordert.

"Die Klubs stehen in einer größeren ökonomischen Verantwortung, weil sie nunmal auch die Gehaltskosten für die Spieler zu tragen haben", sagte Bohmann dem Sid.

Sie müssten daher - "und das gilt für das gesamte Kalenderjahr 2021 - in jede internationale Abstellung von Spielern jedesmal entsprechend eingebunden werden", fügte der 55-Jährige an: "Ich gehe davon aus, dass uns das Virus noch das ganze 2021 sehr beschäftigen wird."

Bohmann: Risiko bei Länderspielen deutlich höher

Der Deutsche Handballbund (DHB) hatte am Montag den positiven Test eines Nationalspielers vermeldet, der Name wurde dabei nicht genannt.

Am Dienstag sollte das Resultat der Nachtestung bekanntgegeben werden.

Schon vor den EM-Quali-Spielen gegen die schwer von Corona betroffenen Bosnier am Donnerstag (25:21) und in Estland am Sonntag (35:23) hatte es Diskussionen um die Abstellungen gegeben.

"Das Risiko bei solchen Spielen ist erheblich größer als bei Bundesligaspielen, hier sind wir uns mit dem DHB einig", sagte Bohmann: "Wir finden die Situation natürlich blöd, aber wir sitzen in einem Boot. Es sind nach DHB-Auskunft alle Vorgaben des Hygienekonzepts akribisch eingehalten worden, daher ist niemandem ein Vorwurf zu machen."

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)