Achtung, WhatsApp-Betrug! So schützen Sie sich

Sandra AlterFreiberufliche Journalistin
Yahoo Finanzen
(Bild: Getty Images)
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Hacker nutzen eine fiese Masche, um WhatsApp-Konten zu übernehmen. Die Folge: Nutzer werden bis zu sieben Tage gesperrt. Mit einer PIN können Sie sich zusätzlich absichern.

Ein WhatsApp-Konto einzurichten, ist einfach und schnell erledigt. Aber genau das macht es Angreifern auch leichter, Accounts zu übernehmen. Schaffen sie das, sind nicht nur die Daten aus den Freundeslisten futsch, sondern der Kontoinhaber wird aus Sicherheitsgründen bis zu sieben Tage gesperrt.

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Die Masche

Wenn ein WhatsApp-Konto neu eingerichtet wird, bekommen Nutzer einen sechsstelligen Code per SMS um ihren Account zu aktivieren. Die Betrüger nutzen Handy-Nummern aus einem bereits gekaperten WhatsApp-Account, um ein neues Konto einzurichten. WhatsApp verschickt dann erneut einen sechsstelligen Code per SMS an den Kontoinhaber.

Bevor die Betrüger aber die Neueinrichtung mit der fremden Handy-Nummer abschließen, nehmen sie mit dem Besitzer der Nummer über den WhatsApp-Chat Kontakt auf. Getarnt als enger Freund fragen sie: „Du bekommst gleich eine SMS, könntest du mir die sechsstellige Zahl daraus in den Chat kopieren?“

Wer dann – vielleicht noch nicht ganz wach  - dem vermeintlichen Freund arglos vertraut und den Code weitergibt, hat nur wenig später keinen Zugang mehr zu WhatsApp. Das Problem ist, dass die Hacker dann von dem WhatsApp-Konto aus Spam verschicken können, was zur zwölfstündigen Sperrung des Kontos führen kann.

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Haben Nutzer keine PIN im WhatsApp-Konto eingerichtet, können die Angreifer eine eigene PIN angeben, wodurch der eigentliche Kontoinhaber für sieben Tage gesperrt ist.

So richten Sie die PIN ein

Mit der sogenannten „Verifizierung in zwei Schritten“ bietet WhatsApp deshalb eine optionale Funktion, die zusätzliche Sicherheit bietet. Ist sie aktiviert, muss bei jedem Versuch, eine Telefonnummer bei WhatsApp zu verifizieren, die vom Nutzer festgelegte sechsstellige PIN angegeben werden.

Unter Einstellungen/Account/Verifizierung in zwei Schritten können WhatsApp-Nutzer die sechsstellige PIN einrichten. Für den Fall, dass die PIN verloren geht, wird zusätzlich eine E-Mail-Adresse hinterlegt.

In dem folgenden Youtube-Video wird der Vorgang noch einmal ausführlich erklärt, deutsche Untertitel können in dem Video zugeschaltet werden:

Warnung vor falschen E-Mails

Manchmal versuchen Hacker auch, über eine gekaperte  E-Mail-Adresse, die zusätzlich eingerichtete  Sicherheitsfunktion auszuhebeln, wie der Dienst berichtet. „Wenn du eine E-Mail zur Deaktivierung der Verifizierung in zwei Schritten erhältst, die du nicht angefordert hast, klicke nicht auf den Link. Es kann sein, dass jemand versucht, deine Telefonnummer bei WhatsApp zu verifizieren“, warnt WhatsApp auf seinen Support-Seiten.

Weitere Informationen zum Thema Sicherheit gibt es hier direkt bei WhatsApp.

 

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