Aktuelle Studie beweist: Sojasoße kann unser Leben verlängern

Antonia WallnerFreie Autorin
Yahoo Style Deutschland

Je bunter und vielfältiger wir essen, umso mehr Nährstoffe geben wir unserem Körper. Es lohnt sich auch, öfter mal zu fermentierten Sojaprodukten zu greifen. Denn eine aktuelle japanische Studie hat herausgefunden, dass diese Lebensmittel das Sterberisiko verringern. Gute Nachrichten für alle Liebhaber von Miso-Suppe und Sojasoße.

Lecker Gemüse, Nudeln und Sojasoße. (Bild: Getty Images)
Lecker Gemüse, Nudeln und Sojasoße. (Bild: Getty Images)

In asiatischen Ländern ist Soja in unterschiedlichsten Formen und Verarbeitung seit jeher ein fester Bestandteil des Speiseplans. Dort kommt Soja oft täglich auf den Tisch. Was sich wohl auch positiv auf die Lebenserwartung auswirkt. Allerdings ist hier nicht das tägliche Glas Sojamilch gemeint, sondern ausschließlich Sojabohnen in fermentierter Form.

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 Was heißt eigentlich fermentiert?

Die Fermentation ist ein alter Prozess zur Haltbarkeit von Lebensmitteln, der gerade wieder ein Comeback erlebt. Dabei werden die Lebensmittel durch Bakterien, Pilze oder Enzyme umgewandelt und setzen während des Prozesses Gase, Alkohol und Säuren frei. Der Klassiker bei uns ist zum Beispiel das Sauerkraut. Beliebt ist etwa auch der koreanische eingelegte Kohl Kimchi.

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Bis zu 10 Prozent geringere Mortalität 

Japanische Forscher haben in einer aktuellen Studie die Auswirkungen von häufigem Verzehr fermentierter Sojaprodukte untersucht. Ihre Ergebnisse stellten sie im Fachmagazin “British Medical Journal“ vor. Für die Studie betrachteten die Wissenschaftler die allgemeine Gesundheit sowie das Essverhalten von insgesamt 92.915 Japanern und Japanerinnen im Alter zwischen 45 und 72 über einen durchschnittlichen Zeitraum von 15 Jahren.

Natto ist ein traditionelles japanisches Gericht aus fermentierten Sojabohnen mit einem besonderen Bakterium. Die schleimige Konsistenz und der spezielle Geruch sind allerdings nicht jedermanns Sache. (Bild: Getty Images)
Natto ist ein traditionelles japanisches Gericht aus fermentierten Sojabohnen mit einem besonderen Bakterium. Die schleimige Konsistenz und der spezielle Geruch sind allerdings nicht jedermanns Sache. (Bild: Getty Images)

Sie fanden heraus, dass diejenigen, die häufig Lebensmittel, wie Miso, Tempeh, Sojasoße und die japanische Spezialität Natto aßen, ein um 10 Prozent geringeres Sterberisiko hatten. Dafür muss man aber schon viel von der Sojabohne in fermentierter Form zu sich nehmen: Männer brauchen rund 50 Gramm, Frauen knapp 46 Gramm täglich.

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Hoher Gehalt an Ballaststoffen und Kalium

Aber auch kleine Mengen der empfohlenen Lebensmittel würden schon ausreichen, um einen signifikanten Beitrag für unsere Gesundheit zu leisten, meinen die Forscher. Schon die Hälfte, also 26 Gramm für Männer bzw. 21 Gramm für Frauen pro Tag würden bereits das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken.

Dann doch lieber eine Miso-Suppe mit Gemüse und Tofu. (Bild: Getty Images)
Dann doch lieber eine Miso-Suppe mit Gemüse und Tofu. (Bild: Getty Images)

Die positiven Eigenschaften führen die Wissenschaftler auf den hohen Gehalt an Kalium, Ballaststoffen und bioaktiven Bestandteilen zurück, die eben durch die Fermentation entstehen.

Also: Öfter mal eine gute Miso-Nudel-Suppe löffeln und Asia-Gerichte großzügig mit Sojasoße aufpeppen.

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