Alain Prost: Renault hatte teilweise weniger Budget als Sauber

Ruben Zimmermann
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Zur Saison 2016 kehrte Renault mit einem eigenen Werksteam in die Formel 1 zurück. In den ersten Jahren blieben die großen Erfolge allerdings aus, erst in dieser Saison holte Daniel Ricciardo die ersten beiden Podestplätze für die Franzosen seit dem Comeback. Auf den ersten Sieg seit 2008 wartet man in Enstone noch immer.

Laut Alain Prost kommt das jedoch nicht überraschend. Gegenüber der spanischen 'as' erklärt der viermalige Weltmeister, dass Renault deutlich weniger Geld ausgebe als die absoluten Spitzenteams der Formel 1. Deswegen setze man große Hoffnungen in die neue Budgetobergrenze in Höhe von 145 Millionen US-Dollar, die ab 2021 greift.

Denn Prost verrät: "Wir haben nie über dem Budgetdeckel operiert. Die großen Teams müssen ihre Ausgaben um ungefähr 100 Millionen [Euro] reduzieren und vielleicht auf Mitarbeiter verzichten." Das sei bei Renault nicht der Fall. "Wir operieren darunter", stellt Prost klar. Mit anderen Worten: Renault muss sich ab 2021 nicht einschränken.

"In der Vergangenheit hatten wir sogar weniger Ressourcen als Sauber, Toro Rosso und McLaren. Wir haben kein großes Budget", betont Prost. Wichtig dabei: Der neue Budgetdeckel gilt lediglich für die Formel-1-Teams. Das Geld, das Renault in die Entwicklung der Motoren steckt, fällt nicht unter die neue Obergrenze.

Als große Chance sieht Renault aber nicht 2021 sondern 2022. Dann greift neben der Budgetobergrenze auch das neue technische Reglement. "Wir werden einen neuen Motor haben, der besser sein wird", kündigt Prost an und verrät, dass der Fokus bereits seit einiger Zeit auf 2022 liege. Und schon jetzt seien Fortschritte erkennbar.

"Wir haben jetzt eine bessere Struktur als vor zwei oder drei Jahren. Für 2022 läuft alles nach Plan", zeigt sich Prost zufrieden. Gleichzeitig gesteht er aber auch, dass es trotzdem "sehr schwierig" werde, bereits 2022 nach dem WM-Titel zu greifen. "Das Ziel ist es, so nah wie möglich an den großen Teams dran zu sein", so der Franzose.

Man wolle ab 2022 mit den Topteams "kämpfen" können. "Auch wenn wir nicht vorne sind, dann ist das der erste Schritt, den wir gehen müssen", weiß Prost. Anschließend könne man dann auch über den Titel nachdenken. Siege hält der viermalige Weltmeister übrigens bereits 2022 für möglich. "Das ist das Ziel", erklärt Prost angriffslustig.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.