Aldi macht Werbung für Feuerwerksverkauf - trotz Böllerverbot

Antonie Hänel
·Freie Autorin
·Lesedauer: 1 Min.

Das Böllerverbot ist schon seit dem 13. Dezember klar - trotzdem machen die aktuellen Aldi-Prospekte Werbung für Pyrotechnik. Die Erklärung dazu nehmen viele dem Unternehmen nicht ab.

Ein Aldi in Nordrhein-Westfalen (Foto: Rolf Vennenbernd/dpa)
Ein Aldi in Nordrhein-Westfalen (Foto: Rolf Vennenbernd/dpa)

Verwirrung über die Werbung, die Aldi derzeit deutschlandweit in Briefkästen schmeißen lässt: In den Prospekten wird seitenweise Werbung für Feuerwerk gemacht. Dabei ist der Verkauf von Silvesterfeuerwerk dieses Jahr deutschlandweit untersagt.

Aldi scheint das vor unlösbare Probleme gestellt zu haben: So verschickt Aldi Nord ein zwölfseitiges Prospekt, in dem Böller und Raketen angepriesen werden - und der Hinweis prangt: “Aufgrund des Regierungsbeschlusses findet in diesem Jahr kein Feuerwerksverkauf statt.“ Bei Aldi Süd sind es immerhin nur drei Seiten, die für die Werbung für das verbotene Konsumgut draufgeht.

Alles schon gedruckt?

Ein Sprecher des Unternehmens erklärte der “Bild”, dass die Bewerbung ihrer Aktionen mit großem zeitlichen Vorlauf geplant würde, weshalb die Angebote teilweise bereits veröffentlicht worden sind.

In den sozialen Medien fragen sich viele Menschen allerdings, warum Aldi das Extra-Prospekt und die letzten drei Seiten des anderen Heftes nicht einfach weggelassen hat. Und warum noch Zeit war, die Banderole mit dem Hinweis zu drucken?

Weniger Corona-Infektionen - Mehr Intensiv-Patienten

Der Beschluss von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Länderregierungschefs und -chefinnen stammt vom 13. Dezember. Das Verkaufsverbot für Silvesterfeuerwerk soll die Krankenhäuser in der Corona-Pandemie vor Überlastung schützen.

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