Alex Hofmann: Kawasaki in der WSBK besser aufgehoben als in der MotoGP

Sebastian Fränzschky

Im Februar 2009 beschlossen die Kawasaki-Verantwortlichen, das MotoGP-Projekt zu beenden. Die ZX-RR wurde in der Saison 2009 unter dem Label Hayate eingesetzt, doch ab 2010 blieben nur noch Yamaha, Honda, Ducati und Suzuki in der Königsklasse übrig. In den vergangenen Jahren hat sich Kawasaki auf die Superbike-WM konzentriert. Eine Rückkehr in die MotoGP ist kein Thema.

Von 2003 bis 2005 startete Alex Hofmann bei 31 Grands Prix für Kawasaki. Der ServusTV-Experte erkennt keine Anzeichen, dass Kawasaki Interesse an der MotoGP zeigt. "Das Budget jetzt in der Superbike-WM reicht aus, um nicht nur den Olympischen Gedanken zu verfolgen. Damit kann man richtig angreifen", erklärt Hofmann im Gespräch mit 'Motorsport.com'.

"In der MotoGP wären sie ohne einen starken Partner wie Aprilia unterwegs und wären nur dabei", prophezeit Hofmann. "Die MotoGP ist in den letzten 10 oder 15 Jahren so kompliziert und aufwendig geworden, dass Kawasaki die richtige Entscheidung getroffen hat. Damals fehlte überall ein bisschen, in jeder Konsequenz. Ich glaube nicht, dass sich das geändert hätte, wenn sie weitergemacht hätten."

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Doch warum gelang es Kawasaki in der MotoGP nie, ganz vorne mitzumischen? "Kawasaki hat damals in sehr kurzer Zeit sehr viel geändert. Sie haben eigene Chassis gebaut und welche von Suter verwendet. Zudem gab es viele Motorvarianten. Sie rannten immer hinterher", erinnert sich Hofmann.

"Bei den Motoren sind sie vom Screamer zum Big-Bang gewechselt. Mehr oder weniger haben sie immer kopiert, was Yamaha vorgemacht hat als Referenz damals in Japan mit diesem Konzept. Wenn man hinterherrennt mit kleinerem Budget, dann ist man nur ein Teilnehmer", so Hofmann.

Mit Bildmaterial von LAT.

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