Alexander Albon: Corona hat F1-Stars näher zu den Fans gebracht

Juliane Ziegengeist
motorsport.com

In der durch Corona bedingten Zwangspause haben sich zahlreiche Formel-1-Piloten hinter ihre Konsolen geklemmt, um an E-Sport-Wettbewerben teilzunehmen und zumindest auf diese Weise etwas Rennluft zu schnuppern. Dabei hat Alexander Albon einige Vorteile dieser Art von Sport für sich entdecken können.

"Was ich erkannt habe, ist, dass man das Gefühl hat, dass die Fans sich wirklich mit den Fahrern verbinden konnten", erklärte der Red-Bull-Pilot während der E-Sport-Konferenz der FIA in dieser Woche. Er spricht damit die vielen Möglichkeiten der Interaktion an, die Streaming-Plattformen wie Twitch Fans und Fahrern bieten.

In der Formel 1 sei das sonst eher die Ausnahme: "Es ist sehr schwierig, einen Fahrer wirklich kennen zu lernen. Das Gefühl, zu Hause zu sein, mit dem Publikum zu sprechen und diese Interaktion zu bekommen, ist etwas ganz Besonderes."

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Albon hat Gefallen am E-Sport gefunden

Dabei habe Albon festgestellt, dass es "eine erstaunliche Fangemeinde" gebe, die "extrem liebevoll" sei. Er wünscht sich daher, die enge Kommunikation mit ihr auch in Zukunft aufrechtzuerhalten. "Ich verstehe nicht, warum das nicht auch im wirklichen Leben so bleiben sollte. Ich denke, es wird einfach so weitergehen", sagt er.

"Natürlich werden wir jetzt alle sehr beschäftigt sein, aber sobald die Saison zu Weihnachten und Neujahr zu Ende ist, werden wir alle wieder einsteigen und unser Engagement fortsetzen", so der Formel-1-Fahrer weiter. Er ist auf den Geschmack gekommen und will sich auch künftig stärker im Bereich E-Sport engagieren.

"Es hat mir wirklich Spaß gemacht", sagt Albon, der in der virtuellen Meisterschaft Platz zwei hinter George Russell (Williams) belegte. "Es war sehr wettbewerbsfähig. Ich denke, wenn wir Fahrer in Umgebungen einsetzen, in denen wir gegeneinander fahren, werden wir immer sehr darauf erpicht sein, uns gegenseitig zu schlagen."

Vandoorne: "Man ist einfach nur man selbst"

Auch Ex-Formel-1-Pilot Stoffel Vandoorne, seit Ende 2018 in der Formel E unterwegs, bewertet das Streaming-Erlebnis mit den Fans während des Lockdowns als durchweg positiv. "Für mich war es etwas Neues, mit Twitch zu streamen", gibt er zu.

"Ich glaube, Lando (Norris, McLaren; Anm. d. R.) war wahrscheinlich der Fahrer, der am meisten damit zu tun hatte, schon bevor wir überhaupt in den Lockdown gingen. Für mich war es eine völlig neue Erfahrung, mit meinen Fans in Kontakt zu treten. Sie haben es definitiv geliebt, die Action aus meiner Perspektive zu sehen."

Zudem sei die Kommunikation zwischen den verschiedenen Rennfahrern "wahrscheinlich entspannter als im wirklichen Leben", hält Vandoorne fest. "Es macht mehr Spaß, ist einnehmender und unterhält nicht zuletzt auch die Fans zu Hause. Man denkt nicht wirklich über zu viele Dinge nach, man ist einfach nur man selbst."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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