Alexander Albon: Max Verstappen beschleunigt meinen Lernprozess

Norman Fischer

Auch wenn Max Verstappen als einer der schwierigsten Teamkollegen in der Formel 1 gilt, freut sich Alexander Albon auf die Herausforderung auf der anderen Seite der Red-Bull-Garage. Der Thailänder, der 2019 seine erste Saison in der Königsklasse fuhr und in der Sommerpause von Toro Rosso zum Mutterrennstall aufgestiegen war, sieht es positiv.

"Seine Schnelligkeit schätze ich an ihm - und sie ist auch gut für mich", sagt er. "Denn welcher Weg wäre besser, um zu lernen und mich zu wappnen, als gegen einen der schnellsten - wenn nicht sogar den schnellsten - Fahrer anzutreten? Ich halte das für eine gute Art, den Lernprozess zu beschleunigen."

Albon möchte 2020 die Lücke zu seinem Teamkollegen schließen. Er weiß, dass das ein schwieriges Unterfangen wird, denn der Niederländer war 2019 der absolute Dominator im Team. Zwar blieb Albon in der gemeinsamen Zeit mit 76 zu 97 Punkten relativ nah dran, dennoch war Verstappen praktisch unantastbar und fuhr alle drei Siege und alle neun Podestplätze für sein Team ein.

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"Für mich ist das etwas Gutes", sagt Albon und bezieht sich dabei auf den guten Ruf seines Stallgefährten. "Denn so kann ich mich selbst zeigen und mich beweisen."

Natürlich besteht gegen Max Verstappen auch immer die Gefahr, unterzugehen, doch solche Gedanken trägt Albon nicht in sich. Er sieht keinen Grund, warum er die Lücke zum Niederländer nicht schließen sollte: "Alles ist möglich", betont er. "Es gab nie eine Zeit, in der ich gesagt habe: 'Oh Gott, ich gehe nach Hause.'"

Verstappens Vorteil sei einfach, dass er schon viele Jahre bei Red Bull ist und sich dementsprechend im Auto wohlfühlt. "Er weiß, wie er die ganze Zeit herausholt, während es für mich immer noch ein Lernprozess ist."

Mit Bildmaterial von LAT.

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