"Alles muss man selber machen": St. Pauli produziert eigene Trikots

SPORT1
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"Alles muss man selber machen"

Das ist das Motto, mit dem der FC St. Pauli im deutschen Profifußball neue Wege gehen und neue Maßstäbe in Sachen Nachhaltigkeit setzen will.

Wie der Zweitligist aus Hamburg am Sonntag bekannt gab, werde man in Zukunft die Trikots seiner Mannschaft in Eigenproduktion selbst herstellen. Schon in der Saison 2021/22 sollen die Kicker in den neuen Jerseys auflaufen.

"Seit 2018 arbeitet der FC St. Pauli an dem Projekt, suchte alternativ aber auch nach einem Ausrüster, der Performance-Kleidung nachhaltig und transparent herstellt und fair handelt", heißt es in einer Pressemitteilung. Weil kein externer Anbieter den Kriterien des FC St. Pauli vollumfänglich gerecht werden konnte, werde der Verein die Produktion in Zukunft selbst übernehmen. Wie gesagt, alles muss man selber machen. Mit der Marke "DIIY" (abgeleitet von DIY, Do it yourself) wolle man die "nachhaltigste Teamsportkollektion der Welt" produzieren.

Pauli-Boss: Gemeinsam gegen jede Krise

"Auch und gerade in der Coronakrise wollen wir gemeinsam mit allen St. Pauli-Fans den Herausforderungen mit Mut und Unternehmergeist begegnen", sagte Vereinspräsident Oke Göttlich: "Diese Eigenständigkeit und die Suche nach neuen Wegen haben den FC St. Pauli schon immer ausgezeichnet." Die Stärke eines mitgliedergeführten Vereins zeige sich in der Umsetzung der Ideen der Mitglieder. So könne man gemeinsam jeder Krise entgegentreten.Bernd von Geldern, Geschäftsleiter Vertrieb, ergänzte: "Auf der Mitgliederversammlung 2016 haben wir den Auftrag bekommen, unser Merchandising fair und nachhaltig zu produzieren. Diesem Anspruch möchten wir in möglichst vielen Bereichen gerecht werden. Mit unserer eigenen Marke 'DIIY' möchten wir nun zeigen, dass sich Qualität, Nachhaltigkeit und faire Arbeitsbedingungen auch für Performance-Kleidung überhaupt nicht ausschließen müssen.