20.52 Uhr? Deshalb kam es zur kuriosen Anwurfzeit

WM-Showdown für die deutsche Handball-Nationalmannschaft im Viertelfinal-Kracher - allerdings später als gedacht!

Der eigentlich am Mittwochabend ab 20.30 Uhr zur Primetime geplante Anwurf gegen Rekord-Weltmeister Frankreich verzögerte sich um ca. 20 Minuten und begann erst um 20.52 Uhr .

Der Grund: Beim zuvor gleicherorts in Danzig über die Bühne gehenden Duell zwischen Norwegen und Spanien, dass die Iberer nach einem Thriller mit 35:34 für sich entschieden, war es es zu einer zweimaligen Verlängerung gekommen, so dass Deutschland und Frankreich erst danach mit dem Aufwärmen in der Halle und ihrem Spiel beginnen konnten.

„Das ist für uns vielleicht ein Vorteil. Die Franzosen kennen den Ablauf vor so einem Viertelfinale etwas besser. Jetzt ist es für alle neu“, sagte DHB-Sportvorstand Axel Kromer im ZDF.

TV-Experte und Ex-Nationalspieler Sören Christophersen erklärte: „Die Grundregel der IHF (Handball-Weltverband, Anm. d. Red.) lautet, dass es in etwa 40 Minuten nach dem vorangegangen Spiel weitergehen soll.“

So oder so ist das Match dann aber ein ganz dicker Brocken im Kampf um das Halbfinale. (Alle Infos zur Handball-WM 2023)

Spanien-Drama gegen Norwegen sorgt für Verzögerung

Ab sofort heißt es für das Team von Bundestrainer Alfred Gislason: Alles oder Nichts - siegen oder fliegen!

„Das ist der schwerstmögliche Gegner. Wir müssen ein überragendes Spiel machen“, meinte Gislason, der sich schon vor der Weiterreise an die Ostsee ins Video-Studium gestürzt hatte. (Karabatic-Porträt: Das Monster des Welthandballs)

Kein Wunder, können Les Bleus doch auf Ausnahmeakteure und Superstars wie Nikola Karabatic und Dika Mem zurückgreifen, die bei den bisherigen Turnier-Auftritten ausschließlich Siege eingefahren haben. (NEWS: Wo der DHB-Kracher im TV läuft)

Aber auch Deutschland kannte bis zum jüngsten Spiel bisher ausschließlich Erfolge - und ist demnach weiter heiß auf mehr: Der erste Dämpfer im laufenden WM-Turnier - die Hauptrunden-Niederlage gegen Norwegen - ist abgehakt. (Einzelkritik: Rechter Rückraum von der Rolle)

Was die Euphorie nährt: Erstmals seit vier Jahren steht die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) bei einer WM oder EM wieder in der K.o.-Runde. Und erstmals seit dem Wintermärchen von Polen 2016, als der Titel geholt wurde, könnte es wieder aufs Treppchen gehen. (Knorr überragt: „Er steht auf jedem Zettel“)

So können Sie das WM-Viertelfinale Frankreich - Deutschland live verfolgen:

TV: ZDF und sportdeutschland.tv

Stream: ZDF

LIVETICKER: SPORT1.de und SPORT1 App

Handball-WM LIVE: Frankreich - Deutschland

Um den Titel-Traum nicht platzen zu lassen, muss das deutsche Team gegen Frankreich nun alles in die Waagschale werfen. Der Glaube daran lebt auch in der Heimat, ganz Sport-Deutschland drückt den Handballern die Daumen. „Ich bin fest davon überzeugt, dass wir das Viertelfinale überstehen“, sagte wiederum DOSB-Präsident Thomas Weikert. (Die Topscorer der Handball-WM)

Allerdings bleibt der nachnominierte Tim Zechel dabei zunächst außen vor: Der Kreisläufer der HC Erlangen war am Dienstag als 17. Spieler in Danzig eingetroffen, fehlt indes gegen Frankreich im Spieltagskader, der nur 16 Akteure vorsieht.

Dafür ist der zuletzt angeschlagene Rückraumspieler Paul Drux (Füchse Berlin) mit von der Partie.

So oder so: Johannes Golla glaubt fest an das deutsche Weiterkommen.

Auf dem knapp einstündigen Flug von Krakau nach Danzig habe jeder Spieler nach einer kurzen Nacht „probiert, ein paar Minuten die Augen zuzumachen“, berichtet der DHB-Anführer. „Ich hoffe, dass wir alle durch die Niederlage wachgerüttelt wurden und wir unseren Ausrutscher im Turnier jetzt hatten. (NEWS: Skandal erschüttert Frankreich)

„Wir haben uns einen Anspruch erarbeitet, um zu sagen: Wir wollen gewinnen. Wir sind nicht der Favorit, aber wir sind auch nicht chancenlos“, sagte DHB-Sportvorstand Kromer.

Das WM-Viertelfinale am Mittwoch, 25. Januar, im Überblick:

18 Uhr: Norwegen - Spanien (Eurosport und sportdeutschland.tv)

18 Uhr: Dänemark - Ungarn (sportdeutschland.tv)

20.30 Uhr: Schweden - Ägypten (sportdeutschland.tv)

20.52 Uhr: Frankreich - Deutschland (ZDF und sportdeutschland.tv)