Allofs: Darum kann ich Eberl verstehen

SPORT1
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Klaus Allofs ist seit Ende September des vergangenen Jahres Vorstand für Fußball und Entwicklung und Kommunikation bei Bundesliga-Absteiger Fortuna Düsseldorf.

Das mit dem ehemaligen Nationalspieler aber gleich alles besser werde, "ist natürlich nicht so", sagte Allofs dem kicker. Den Fan von Fortuna Düsseldorf müsse er nicht überzeugen. "Aber alle anderen natürlich schon, die auch die Möglichkeit haben, sich finanziell woanders zu engagieren. Wir müssen den Leuten erklären, warum es ein sinnvolles Engagement ist, bei uns mitzumachen", erklärte Allofs. (Die Tabelle der 2. Bundesliga)

Allofs will mit der Fortuna aufsteigen

Das Bild, Fortuna Düsseldorf sei ein schlafender Riese, stimme auch nicht, sagte Allofs: "Das würde ja bedeuten, dass man nur noch schnipsen muss, und dann läuft es von allein."

Mit den Möglichkeiten des Bundesliga-Absteigers "müssen wir konkurrenzfähig sein in der 2. Liga. Da wäre es nicht richtig, vor der Saison zu äußern: Wir wollen am Ende der Saison im gesicherten Mittelfeld landen. So ehrgeizig und optimistisch sind wir alle, dass wir sagen: Es gilt, einige Hürden zu überwinden, aber unser Ziel ist die Bundesliga."

Allofs sprach zudem über die Konstellation beim Zweitligisten mit ihm und dem Vorstand Sport Uwe Klein mit Bezug auf Diskussionen über neue Spieler. "Wer sich in diesem Bereich für kompetent hält, weil er mehr Länderspiele absolviert hat, der kommt nicht weit", sagte Allofs.

Allofs: "Pause hat gutgetan"

13 Jahre war Allofs bei Werder Bremen verantwortlich, bevor er von 2012 bis 2016 für den VfL Wolfsburg arbeitete. Nach fast vier Jahren kehrte der 64-Jährige im vergangenen Jahr zurück in den Profi-Fußball. "Ich habe es genossen, dass der Kalender nicht so voll war", machte Allofs deutlich: "Die Pause hat natürlich gutgetan, trotzdem habe ich mich weiter intensiv mit Fußball befasst."

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Für Allofs war klar, dass er nur bei einer spannenden Aufgabe zurückkehren wird. "Das war und ist bei Fortuna Düsseldorf der Fall." (Spielplan und Ergebnisse der 2. Bundesliga)

Für Mönchengladbachs Sportdirektor Max Eberl, der einen Sabbatmonat einlegt, hat er derweil Verständnis. "Ich bin selbst nie auf diese Idee gekommen. Aber ich kann verstehen, dass man sich ab und zu reif für eine Pause fühlt und eine Auszeit braucht."

Nach einem schwachen Saisonstart liegt die Fortuna nun auf Platz fünf. Mit einem Sieg gegen den SC Paderborn (2. Bundesliga: Fortuna Düsseldorf - SC Paderborn ab 20.30 Uhr im LIVETICKER) könnte das Team von Uwe Rösler den Abstand auf die Aufstiegsplätze verkürzen. "Wir sind auf einem sehr guten Weg, und man erkennt von Spiel zu Spiel den Fußball, den wir uns alle vorstellen. Das Team funktioniert als Gemeinschaft", sagte Allofs.